Die „Säulen der Erde“, faszinierende Höhlen und zwei Uni-Städte mit viel Flair

Eine schaurig-schöne Führung im Oxford-Castle steht ebenfalls auf dem Programm.
 
Ein Blick in die Höhlen von Cheddar.

Städtepartnerschaftsverein lädt vom 14. bis zum 22. Juli zum Gegenbesuch nach Wantage ein – noch freie Plätze!

Seesen/Wantage (poe). Im Verlauf der anstehenden Fahrt mit dem Ziel Wantage – nach einjähriger „Abstinenz“ vom Städtepartnerschaftsverein Seesen-Wantage angeboten – geht es nicht nur um die am weitesten verbreitete englische Käsesorte, den Cheddar; es geht aber auch um ihn. Dann nämlich, wenn die Gäste aus Seesen und deren Gastgeber adie Höhlen und die Schlucht von Cheddar erkunden, um im Anschluss die gleichnamige Käsefabrik schnuppernd zu entdecken.

Ein Feuerwerk zum Nationalfeiertag

Das allerdings erst am 19. Juli – also fünf Tage, nachdem sich die Teilnehmer an der Exkursion von Seesen aus auf den Weg nach Wantage gemacht haben. Über Duisburg, Venlo, Antwerpen, Gent und Brügge wird am 14. Juli nämlich zunächst die französische Küstenstadt Calais angesteuert, von der aus man die weißen Kreidefelsen von Dover erspähen kann. In Calais wartet bereits ein erster Höhepunkt auf die Vorharzstädter Reisegruppe, steht doch an diesem 14. Juli ganz Frankreich im Zeichen des Nationalfeiertages. Und so rückt sich auch Calais mit einer Reihe von Festivitäten und einem großen Feuerwerk ins rechte Licht.
Nach der Überfahrt am darauf folgenden Morgen und einem ausgedehnten Zwischenstopp in Canterbury – eine Stadtführung sowie die Besichtigung der Kathedrale von Canterbury, Kulisse für den verfilmten Ken Follett-Bestseller „Die Säulen der Erde“, dürfen da nicht fehlen – wird gegen 17 Uhr die „Civic Hall“ in Wantage erreicht.
Während das folgende Wochenende jeweils individuell von und mit den Gasteltern ausgestaltet wird, fällt am Montag, 18. Juli, der Startschuss zu dem interessanten und breit gefächerten Sightseeing-Programm – ausgearbeitet vom Städtepartnerschaftsverein Wantage-Seesen unter der Federführung von Derek Verdin. Den Auftakt bildet eine Fahrt zur „Crofton-Pumpstation“, 1807 erbaut und heute ein Industrie-Denkmal. Nähere Bekanntschaft mit dem „Kennet and Avon“-Kanal werden die Seesener nur wenig später machen. Im Anschluss an einen Fotostopp an der „Wilton Windmill“, die als „lebendiges Museum“ Einblicke in die Geschichte der Landwirtschaft und Industrialisierung gewährt, lädt die „Rose of Hungerford“ auf besagtem Kanal zu einer gut eineinhalbstündigen Bootsfahrt ein, inklusive einer typisch britischen „Outdoor“-Teatime. Wieder zurück in Wantage, ist zu abendlicher Stunde musikalische Unterhaltung mit der „Wantage Silver Band“ angesagt.
Alles über den „Cheddar“ erfahren die Mitglieder der Reisegruppe am Dienstag, 19. Juli. Zunächst führt sie ihr Weg allerdings in eine faszinierende Welt unter Tage, genauer gesagt in die Höhlen am Grund der Schlucht von Cheddar. Lunch im „Riverside Inn“, ein Rundgang durch die „Geburts- und Produktionsstätten“ des bekannten englischen Käses und abends dann Musik und Tanz mit den „Vale Islanders“ – im „Fox Inn“ in Wantage wird bei dem einen oder anderen „Lager“ ein weiterer ereignisreicher Tag ausklingen.

Gartenkunst und Schreckenskammern

Für Mittwoch, 20. Juli, haben Derek Verdin und sein Organisations-Team eine Fahrt nach Cambridge, der Hauptstadt der Grafschaft Cambridgeshire, geplant. Bekannt durch die jährliche Ruderregatta zwischen den Universitäten Cambridge und Oxford, die breite Palette an Museen, den botanischen Garten und nicht zuletzt durch den „University Press Bookshop“, in dem bereits seit dem Jahre 1581 Bücher verkauft werden, dürfte dieser ganztägige Ausflug sicherlich mit zu den Programm-Highlights zählen. Und so haben die Teilnehmer an der Fahrt im Anschluss an eine Stadtführung denn auch ausreichend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Das gilt auch für den nächsten Tag, dann allerdings in Oxford. Zuvor jedoch werden sie noch hautnah mit der schaurig-schönen Vergangenheit der Stadt an der Themse konfrontiert. „Oxford Castle Unlocked“ – so heißt es am Vormittag. Dahinter verbirgt sich unter anderem eine Führung durch das „Hidden Castle“. Ein Blick vom sächsischen St. Georgs-Turm über die Stadt, die dunkel-wabernde Atmosphäre in der 900 Jahre alten unterirdischen Krypta, der Schuldner-Turm und die engen Kammern, in denen die Gefangenen einst angekettet auf ihre Hinrichtung warteten – Stationen der weniger bekannten Geschichte Oxfords.
Am Abend heißt es schließlich Abschied zu nehmen, und zwar im Rahmen einer der schon traditionellen „farewell partys“ im „King Alfred´s Head“, zu der der Städtepartnerschaftsverein in Wantage einlädt. Und am Freitag, 22. Juli, geht es dann zurück nach Seesen.
Wie die 1. Vorsitzende des Städtepartnerschaftsverein Seesen-Wantage, Renate Pilarski, mitteilte, stehen für den anstehenden Gegenbesuch in Wantage noch einige freie Plätze zur Verfügung. Informationen und Anmeldungen: Renate Pilarski, Telefon (05381) 70130, und Frauke Appun, Telefon (05381) 6863.


Die Fotos (allesamt aus dem Internet) zeigen unter anderem Oxford-Castle, einen Blick auf die Uni-Stadt Cambridge, die Höhlen von Cheddar und die „Rose of Hungerford“: britische „Outdoor-Teatime“ inklusive.