„Die Stadt Seesen ist stolz auf den Harzklub-Zweigverein!“

Bürgermeister Hubert Jahns überreicht hier Horst Schiller (links) ein monetäres Präsent. (Foto: Jung)
 
Begeisterte: die Heimat- und Jugendgruppe des Harzklub-Zweigvereins Seesen. (Foto: Jung)

125-jähriges Jubiläum im „Wilhelmsbad“ gefeiert / Tolles Programm

Von Gerd Jung, Seesen

Dickes Kompliment an Horst Schiller & Co.: Der Repräsentant des Harzklub-Zweigvereins Seesen stellte im Schulterschluss mit den Akteuren der Heimat- und Jugendgruppe anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zum 125-jährigen Bestehens im großen Saal des Hotels „Wilhelmsbad“ ein überaus attraktives Programm auf die Beine, das so recht nach dem Geschmack des Publikums ausfiel.
Der kurzweilige Abend wurde denn auch von der Heimat- und Jugendgruppe eingeläutet, und zwar mit einem halbstündigen „Ausflug“ durch das vielfältige Harzer Brauchtum. In Form eines Potpourris zogen Sänger und Instrumentalisten alle Register ihres Können: Neben zahlreichen „Ohrwürmern“, die mit Unterstützung des Akkordeon-Quartetts des HZV zu Gehör gebracht wurden, hatten auch die Glockenspieler, Peitschenknaller und Holzhacker ihren speziellen Auftritt – für alle Darbietungen gab es reichlich Beifall.
Besonders viel Applaus brandete für eine besondere „Premiere“ auf: Das Volkstümliche Blasorchester begleitete nämlich erstmals die Heimat- und Jugendgruppe bei zwei Liedern – Horst Schiller: „Das hat doch gut geklappt, oder?“
Nach dem gelungenen „opening“ hieß der 1. Vorsitzende eine illustre Gästeschar willkommen. Neben Mitgliedern und Freunden des Harzklubs gaben sich auch zahlreiche Honoratioren beim Jubiläum des HZV ein Stelldichein. Unter anderen waren Seesens Bürgermeister Hubert Jahns, der CDU-Landtagsabgeordnete Rudolf Götz, Abordnungen des Harzklub-Hauptvereins, die Repräsentanten des Staatlichen Forstamtes Seesen sowie Vorstände befreundeter Harzklub-Zweigvereine – allen voran der Partnerschafts-HZV Thale – , Vertreter von Firmen und Organisationen und nicht zuletzt Dr. Kortzfleisch, der den Festvortrag hielt, mit von der Partie. Der ehemalige 1. Vorsitzende des Hauptvereins ließ die Historie des Harzklubs Revue passieren. Hätten in den Anfängen die Tourismusförderung und der Naturschutz im Mittelpunkt gestanden, so seien andere Aufgaben, wie beispielsweise die Brauchtumspflege, erst später dazugekommen. Dr. von Kortzfleisch würdigte die vielfältigen Aktivitäten des HZV Seesen, der mit über 600 Mitgliedern nach wie vor sehr gut aufgestellt sei, und erinnerte u. a. an Ilse Bleyer, Walter Kolle und Wilhelm Lippold, die Enormes geleistet hätten.
Bürgermeister Hubert Jahns betonte in seiner Glückwunschadresse, dass die Stadt Seesen stolz auf einen Verein sei, der in den verflossenen 125 Jahren in Sachen Naturschutz und Brauchtumspflege unglaublich viel geleistet habe, und zwar zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Seesen und der Region. Das, was die Funktionsträger des Harzklubs tagaus, tagein, Woche für Woche und Jahr für Jahr uneigennützig an Zeit opfern würden, sei aller Ehren wert. Jahns: „Ich wünsche dem HZV, dass er auch in Zukunft so lebendig bleibt und neue Herausforderungen annimmt!“ Landtagsabgeordneter Rudolf Götz betonte, dass der Harzklub-Zweigverein Seesen wichtig für den ganzen Harz sei, und der Stellvertretende Vorsitzende des Hauptvereins, Christoph Steingaß, gratulierte mit einem Gedicht Marke Eigenbau. – Bevor das Volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen zur Unterhaltung aufspielte, war es die Stellvertretende Vorsitzende des Landestrachtenverbandes, die nicht nur Glückwünsche zum „125-Jährigen“ formulierte, sondern zudem Renate Brauer und Martina Kalbfleisch mit der silbernen Ehrennadel auszeichnete.