Die Tageszeitung im Wandel

Club-Präsident Peter Wätjen, „Beobachter“-Chefredakteur Ulrich Kiehne und Rotary-Mitglied Winfried Barkschat (von rechts), auf dessen Einladung der Vortrag beim Rotary-Club Goslar-Nordharz zustande kam.

„Beobachter“-Chefredakteur Ulrich Kiehne spricht bei Rotariern über die Herausforderungen des Journalismus

Auf Einladung des Rotary-Clubs Goslar Nordharz hielt „Beobachter“-Chefredakteur Ulrich Kiehne am Donnerstagabend einen Vortrag zum Thema „Tageszeitung im Wandel der Zeit“. Wegen der Verkehrstage in Goslar hatten die Rotarier die Veranstaltung kurzfristig von Goslar in das Plumbohms-Bio-SuitenHotel nach Bad Harzburg verlegt.

Trotz Schneetreibens und Straßenglätte war ein Großteil der Rotarier – darunter auch zahlreiche Mitglieder aus dem Raum Seesen – nach Bad Harzburg gekommen.

Über lokale Nachrichten und das neue Zeitungs-Layout

In den Mittelpunkt seines Vortrages stellte Ulrich Kiehne die Frage, welchen Herausforderungen sich eine lokale Tageszeitung stellen müsse, um aktuell und auch in Zukunft noch wettbewerbsfähig zu bleiben. Wichtig sei für den Seesener „Beobachter“, auch weiterhin mit interessanten lokalen Nachrichten aufzuwarten. Hierin liege die elementare Aufgabe, aber eben auch die Stärke der Lokalzeitungen. An dieser Aufgabe arbeiten täglich vier Redakteure und eine Volontärin, hinzu kommen freie Mitarbeiter, die die Redaktion mit Informationen und Nachrichten versorgen.
Nach einem kurzen Ausflug in die Geschichte der Seesener Tageszeitung, die in diesem Jahr übrigens ihren 140. Geburtstag feiern kann, berichtete Ulrich Kiehne über die tägliche Arbeit in der Redaktion, über die Themenauswahl, die Blattplanung und das Verbreitungsgebiet des „Beobachter“, der immerhin in den vier Landkreisen Goslar, Hildesheim, Osterode und Northeim gelesen wird.
Ebenfalls stellte der „Beobachter“-Redaktionsleiter die umfassende Überarbeitung des Erscheinungsbildes der Tageszeitung im Jahr 2013, die enge Kooperation mit der Mantelredaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und die einzelnen Ressorts der Tageszeitung vor. Mit einer übersichtlichen Gliederung, Bilderstrecken, ansprechenden Schriftarten und plakativen Überschriften hat der „Beobachter“ sein „facelift“ vollzogen. Kiehne verhehlte aber auch nicht, dass sich die Zeitungskrise auch auf Verlag und Redaktion auswirken. Umso mehr gelte es, mit einem motivierten Team bestehend aus Redaktion, Anzeigenabteilung, Satz und Technik, Geschäftstelle und Vertrieb, täglich eine interessante und lesenswerte Zeitung zu erstellen, die dann frühmorgens von den Zustellern zu den Abonnenten gebracht wird.

Elektronische Ausgabe
ist aktuell in der Planung

Das soziale Netzwerk facebook sowie der Kurznachrichtendienst twitter sind ebenfalls Dialogplattformen, auf denen der „Beobachter“ seit geraumer Zeit erfolgreich aktiv ist. In Planung ist derzeit zudem ein e-Paper, also die elektronische Ausgabe der Tageszeitung „Beobachter“. Schlussendlich folgte ein Exkurs in das gesellschaftliche Engagement, das der „Beobachter“ freisetzt, so beispielsweise mit der Einführung des neuen Sehusa Bieres im vergangenen Jahr.
Im Anschluss an den Vortrag hatten die Rotarier noch ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht und so entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die erst am späten Abend enden sollte.
„Sie haben uns einen spannenden Einblick in ein interessantes Berufsfeld gegeben“, bedankte sich Club-Präsident Peter Wätjen im Anschluss an den kurzweiligen Abend in Bad Harzburg.