Die Tango-Messe von Bacalov in der St.-Andreas-Kirche

Ein eindrückliches Werk, welches bei den Zuhörern nicht ohne Wirkung bleiben wird

Seesen (bo). Am Sonnabend, 24. September, wird um 17 Uhr in der St.-Andreas-Kirche in Seesen ein besonderes Konzert stattfinden. Im Mittelpunkt steht die Aufführung der „Tango-Messe“ des argentinischen Komponisten Luis Bacalov. Bacalov, geboren 1933 in Buenos Aires, begann seine Karriere in Italien, wo er auch bei RCA Records unter Vertrag war. 1996 war einer seiner Höhepunkte als Filmkomponist. In dem Film „Der Postmann“ gewann Bacalov den Oscar für die beste Filmmusik. Er schrieb aber auch klassische Stücke für Chöre und Orchester. So unter anderem die „Misa Tango“, welche 2000 in Rom mit Placido Domingo erfolgreich uraufgeführt wurde und nun in Seesen erklingen wird.
Unter dem Oberbegriff „Tango“ wird sowohl der Tanz als auch die Musikrichtung verstanden. Der Tango gehört seit September 2009 zu den Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit. Zur Unterscheidung gegenüber dem Standardtango wird die ursprünglichere Form des Tanzes und die dazugehörige Musik weltweit Tango Argentino genannt. Bacalov versteht es, den traditionellen Messtext mit farbenfroher Orchestrierung zu versehen. Mit dem Einsatz des Solo-Bandoneons mit viel Schlagwerk schuf Bacalov ein eindrückliches Werk, welches bei den Zuhörern nicht ohne Wirkung bleibt.
Es ist somit zu der Gattung der sogenannten „Cross-Over“-Stücke zu zählen. Aufgeführt wird das Konzert von Sarah Ferde (Sopran), Orhan Yildiz (Bariton), Bettina Hartl (Bandoneon), Mitgliedern des Braunschweiger Staatsorchesters, der Kantorei an St. Andreas und der Kantorei St. Alexandrii aus Einbeck unter der Leitung von Propsteikantor Andreas Pasemann. Der Kartenvorverkauf beginnt direkt nach den Sommerferien.