Die Wahrheit über Freitag, den 13.

Beobachter-Redakteur Ulrich Kiehne trommelt am Wochenende.

Die Buschtrommel – Eine Kolumne zum Wochenende

Aberglaube: Heute haben wir ihn wieder einmal, den berühmtesten aller Unglückstage. Freitag, den 13. Und zu unserer Überraschung erhielten wir die Nachricht, dass es an einem Freitag den 13. in Deutschland in der Tat mehr Unfälle als im Durchschnitt aller Wochentage gibt. Dennoch sei der Aberglaube rund um den ominösen Freitag nach Ansicht der Landesverkehrswacht Niedersachsen unberechtigt. Die Landesverkehrswacht weist darauf hin, dass aufgrund diverser Analysen in den vergangenen Jahren festgestellt werden konnte, dass auch die anderen Freitage im Jahr generell eine im Durchschnitt höhere Unfallzahl ausweisen, als die anderen Wochentage. Nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist hingegen der Grund der Unfallhäufigkeit. Verkehrsexperten vermuten aber eine höhere Fahrleistung an Freitagen bedingt durch parallelen Pendlerverkehr sowie einsetzenden Reiseverkehr und damit verbunden eine höhere Unfallrate. Dementsprechend ist der Freitag generell mit einem höheren Unfallrisiko verbunden. Der Freitag und die Zahl 13 gelten in vielen Teilen der Welt als Unheil bringend. Aber nicht überall ist dieser spezielle Freitag mit einem Aberglauben behaftet. So haben in Italien die Menschen viel mehr Angst, wenn der Freitag auf einen 17. fällt. In Spanien und Griechenland wiederum gelten dagegen die Dienstage mit dem Datum des 13. als die Unglückstage. In China ist es hingegen gänzlich anders, dort verheißt die Zahl 13 nämlich Glück.

In Bedrouille geraten ist der Verfasser dieser Zeilen nicht erst am Freitag, den 13., sondern bereits am Donnerstag dieser Woche, und zwar beim Besuch des CDU-Fraktionsvorsitzenden Björn Thümler in Mechtshausen und Rhüden. In letzter Sekunde im Wilhelm-Busch-Haus eingetroffen, versagte der Akku der Digitalkamera, was davon kommt, wenn man nicht mehr daran denkt, die Kamera nachts aus dem Auto zu holen und kalte Temperaturen dem Stromspeicher denRest geben. Was einem als Reporter früher Schweißperlen auf die Stirn getrieben und operativeHektik nach sich gezogen hätte, kann heutzutage dank moderner Kommunikationsmittel weitaus stressfreier gelöst werden.Dank Bürgermeister ErikHomann, der sein i-Phone mit Kamerafunktion auslieh, konnte der kleine Fauxpas rasch umschifft werden. Fazit: Der Thümler-Schnappschuss ist gar nicht mal so schlecht gelungen.

Keine Frage, der Brennetag und die dazugehörigen Begleiterscheinungen werden die Gemüter weiterhin erregen. Auch gestern wieder stieg uns der Qualm direkt in die Nase. Persönlich mag dieser Geruch sogar eine gewisse Lagerfeuerromantik auslösen, Menschen mit Atemwegsbeschwerden hingegen empfinden das Verbrennen der pflanzlichen Abfälle als heftige Belästigung. Eine Lösung ist nicht in Sicht....

Apropos Feuer: Wegen fahrlässiger Brandstiftung wurde in dieser Woche einen 39-jährigen Rhüdener im Amtsgericht Seesen zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt. Der Angeklagte hatte im vergangenen Jahr am Pfingstsonntag Schweißarbeiten ausgeführt – und zwar in reichlich alkoholisiertem Zustand, wie sich herausstellte. Allein am Gebäude entstand damals ein Sachschaden von rund 60.000 Euro. Der Pfingstsonntag war übrigens der 12. Tag imMonat und auch kein Freitag. Unglücke passieren halt immer.