Dosenfest und Lichterlauf ein absoluter Gewinn für Seesen

Das Siegerteam des 1. Seesener Lichterlaufs.

Veranstaltung vor und im Museum lockt rund 2000 Besucher an

Von Ulrich Kiehne

Seesen. Eröffnet wurde das Fest am Museum am Sonnabendnachmittag gemeinsam von Bürgermeister Hubert Jahns, Hans-Joachim Rambow vom Einzelhandelsverband Niedersachsen, Elke Roch und Thorsten Scheerer vom Seesener Stadtmarketing, dass mit dem Gewinn des Wettbewerbes „Ab in die Mitte“ die Weichen für die Premieren-Veranstaltung dieser Art gestellt hatte. Bürgermeister Hubert Jahns würdigte an dieser Stelle das besondere Engagement der Stadtmarketing eG als Organisator der rundum gelungenen Veranstaltung und dankte den regionalen und überregionalen Sponsoren, die die Veranstaltung durch ihre Unterstützung erst möglich gemacht haben.
Ein Rundgang durch die kleine Zeltstadt vor dem Museum zeigte, dass hier wirklich viele Vereine und Institutionen an einem Strang gezogen hatten: Dosenwerfen durfte nicht fehlen und wurde ergänzt durch Dosenminigolf auf der Minigolfanlage. Mit Dosenstelzen über die Wiese oder mit dem Dosentelefon telefonieren, Geschenke in Dosen verpacken, Dosensuppenverkostung oder Kuchen vom Dosendeckel genießen – rund um das berühmte Verpackungsobjekt aus Seesen hatten sich die Macher allerhand einfallen lassen.
Für die Jüngsten gab es zudem ein nostalgisches Karussell, das von den Eltern per Hand angetrieben werden musste. Die „geschwächten“ Väter konnten sich danach, mit zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten, stärken. Denn auch die Partnerschaftsvereine waren vor Ort und boten, neben Informationen zu den Partnerstädte Montecorvino Rovella, Carpentras und Wantage auch deren lokale Back- und Kochkunst an.
Ein buntes Musikprogramm über den gesamten Tag und das Puppentheater mit dem Stück „Neues vom Dosenkasper“ sorgte für kulturelle Genüsse für jede Altersklasse. Das Percussiontrio Novaslap aus Goslar war mit „dem lautesten Einkaufswagen der Welt“ vor Ort und überraschte mit einer ganzen Batterie an Dosen-Samba-Trommeln.
Im Museum ging es derweil besinnlicher zu. Dort lockte neben der neuen Ausstellung und Dosenbau per Hand auch live gespielte Klavier- und Geigenmusik – unter der Leitung von Katharina Hoyer. Das Museum war den ganzen Tag über „proppevoll“. Insgesamt, so die Schätzung von Elke Roch, dürften rund 2000 Menschen über denTag verteilt, das Fest besucht haben.
Am Abend, als Aufwärmung für den vom MTVSeesen organisierten Lichterlauf, standen die Lokalmatadore von „Quasimodo Knöterich“ auf der Bühne. Ihre Mischung aus Skiffle und Folk sollte in die Beine gehen, und eine kurze Vorführung der neuen Trendsportart Zumba kurz vor dem Lauf sorgte für ein wenig aufgewärmte Muskeln.
Als gegen 19.30 Uhr, alle Lichter auf der Strecke von den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr Seesen entzündet wurden, ging es dann endlich los: Der erste Seesener Lichterlauf konnte gestartet werden. Es waren von 51 gemeldeten Staffeln 49 angetreten, zwei hatten wegen Krankheit kurzfristig passen müssen. Die Resonanz und Stimmung war grandios. Die Volksbank Seesen hatte für alle Läufer T-Shirts parat gehalten.
Als erste ins Ziel von allen 51 gemeldeten Staffeln kamen die Schüler-Leichtathleten des MTV Seesen mit Nils Limberg, Ole Hennseler, Birte Friedrichs und Zoe Limberg ins Ziel. Für sie gab es Medaillen in Form von Dosendeckeln und eine Geschenkdose als Preis – womit sich der Kreis zur Dose einmal mehr schloss. Glückwunsch zu dieser Veranstaltung!