Ein Bier für Seesen

Ein möglicher erster Entwurf. Welches Logo aber letztlich die Flasche zieren wird, sollen die „Beobachter-Leser“ entscheiden.
 
Andreas Schlüter.

Altenauer Brauerei, Stadtmarketing und „Beobachter“ bringen das Sehusa Bier auf den Markt

Es liegt lange zurück, dass in der Seesener Felsenkeller-Brauerei das „Echt Sehusen`sch Bier“ gebraut wurde. Die Brauerei ist schon seit vielen Jahren geschlossen und Seesen somit schon seit langer Zeit ohne ein eigenes Bier.

Dies wird sich aber bald ändern. Denn auf Initiative des „Seesener Beobachter“, der beste Kontakte zur letzten im Oberharz verbliebenen Brauerei, der Altenauer Brauerei, pflegt, ist es gelungen, der Sehusastadt wieder ein eigenes Bier zu ermöglichen.
Das Seesener Stadtmarketing war von der Idee sofort begeistert, so dass Thorsten Scheerer nicht lange darüber nachdenken musste und sagte: „Das machen wir für Seesen.“
Der edle Stoff wird den Namen „Sehusa Bier“ tragen und erstmalig am 27. September anlässlich des 1. Seesener Bierfestes auf dem Jacobsonplatz ausgeschenkt.Danach wird es das Bier auch im Handel zu kaufen geben. Bis es aber soweit ist, muss noch einige Arbeit in dieses ehrgeizige Projekt gesteckt werden.
So muss nicht nur Geschmack und Aussehen des Gerstensaftes bestimmt werden, sondern auch ein passendes Logo entworfen werden. Bisher gibt es schon einige Entwürfe, die zum Teil aus der Feder von Seesens bekanntester Künstlerin Elisabeth Paetz-Kalich stammen. Die endgültige Entscheidung darüber, welches Logo am Ende die Flaschen ziert, sollen aber die Leser des „Seesener Beobachter“ in einer großen Abstimmung fällen.
Neben dem Bier wird es auch eine weitere Spezialität geben. So ist es gelungen den Bäcker-Obermeister und Vorsitzenden der Bäcker-Innung Goslar-Salzgitter Fritz Raffert für das Projekt zu begeistern. Er steuert das Seesener-Bierbrot bei, dass er in den vergangenen Wochen entwickelt hat. Ein erster Geschmackstest im Verlagshaus des „Beobachter“ hat bereits gezeigt, dass Fritz Raffert mit seiner „Bierbrot-Kreation“ ein echter Gaumenschmaus gelungen ist.
Der Geschmack des Sehusa-Bieres wird vor allem in den Händen von Braumeister Jörg Balthasar liegen. Sein Können hat er bereits mit Sorten wie dem „Harzer Hüttenbier“, dem leckeren „Harzer Urstoff“ oder dem Altenauer „Mai-Bock“ unter Beweis gestellt.
Es ist also sicher, dass auch das „Sehusa Bier“ eine ganz besondere Spezialität werden wird. Und eins sei an dieser Stelle dann doch schon verraten, das Sehusa Bier wird aller Voraussicht nach ein naturtrübes sein.

Drei Fragen an Andreas Schlüter

Was war der Anreiz für die Altenauer-Brauerei ein Bier für Seesen zu brauen?
Die Idee des Seesener Bieres entstand ursprünglich bei einer Brauereibesichtigung in der Altenauer Brauerei, welche wir für die örtliche Presse veranstaltet haben. Der Seesener Beobachter wurde damals durch Wolfram Marx vertreten. Im Gespräch mit Herrn Marx und unserem Braumeister, Jörg Balthasar, kamen wir auf die alte Felsenkeller Brauerei in Seesen zu sprechen, welche einst das Seesener Bier braute. Da diese Tradition schon seit längerem nicht mehr von der Felsenkeller Brauerei fortgesetzt werden kann, und wir die noch einzig verbliebende Brauerei im Oberharz sind, kam uns die Idee, das Bier für Seesen zu brauen. Frei nach dem Motto „Aus der Region, für die Region“. Als ich diese Idee schließlich Thorsten Scheerer vom Stadtmarketing vorstellte und er hellauf begeistert war, beschlossen wir diesen Plan umzusetzen.

Die Altenauer-Brauerei hat in den letzten Jahren deutlich an Popularität gewonnen. Worauf führen Sie diesen Beliebtheitsschub zurück?

Zum einen liegt es daran, dass sich die Verbraucher immer mehr auf das Thema „Regionalität“ besinnen und gezielt Produkte nachfragen, welche aus der unmittelbaren Umgebung kommen. Zum anderen liegt es auch daran, dass durch die Übernahme der insolventen Altenauer Brauerei durch die Klosterkammer Hannover und die Miteinbeziehung des Klosterguts Wöltingerode nun mehr Maßnahmen im Marketing zur Verfügung standen.

Was macht Altenauer Bier im Vergleich zu anderen Biersorten so besonders/einzigartig?

Unser kristallklares und naturbelassenes Quellwasser, welches wir direkt aus dem Berg beziehen und unsere Harztypischen Rezepte, welche durch den im Vergleich zu den üblichen „Fernsehbieren“ höheren Stammwürze-Wert dem Altenauer Bier einen besonderen Charakter verleihen.

Andreas Schlüter ist bei der Klosterbrennerei Wöltingerode zuständig für Marketing und Vertrieb