Ein Blick hinter die Kulissen

Schüler-Interview mit Bürgermeister Erik Homann

Von Gesa Hoffmeister, Katalina Miehe und Nina Smolzinsky (Klasse 8f)

Bei unserem Besuch im Rathaus wurden wir freundlich vom Seesener Bürgermeister empfangen. Bei unserem Termin entstand folgendes Interview:

Was sind die wichtigsten Aufgaben des Bürgermeisters von Seesen?
Im Grunde genommen sind die wichtigsten Aufgaben des Bürgermeisters die Repräsentation und Verwaltung der Stadt. Große Entscheidungen treffe ich nicht allein sondern mit dem Verwaltungsausschuss.

Macht Ihnen der Beruf Spaß?
Ja, weil mein Tagesablauf sehr abwechslungsreich sein kann und außerdem treffe ich viele unterschiedliche Menschen.

Was halten Sie davon, dass die Amtszeiten der Bürgermeister von 8 auf 5 Jahre gekürzt werden?
Das finde ich nicht gut, weil man sich an die Rolle des Bürgermeisters erst gewöhnen muss. Manche Projekte dauern länger als fünf Jahre.

Ist es schwer Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen?
Ja, weil ich auch am Abend viele Termine habe. Am Wochenende bin ich auch öfters weg. Bei manchen Terminen kann aber auch meine Familie mit dabei sein.

Können Sie uns ihren Tagesablauf schildern?
Wenn ich morgens ins Büro komme schalte ich meinen Computer ein und lese meine E-Mails, die ich auch gleich beantworte. Sonst ist mein Tagesablauf sehr verschieden, da ich viele unterschiedliche Termine habe.

Was ist Ihr Lieblingsgegenstand auf ihrem Schreibtisch?
Mein Computer.

Wollten Sie schon immer Bürgermeister werden?
Mit 13 oder 14 Jahren wäre ich sicher nicht auf den Gedanken gekommen.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Früher habe ich immer Walt Disney, beziehungsweise Dagobert Duck gelesen und deswegen wollte ich Geschäftsmann werden. Aber eigentlich hatte ich nie so feste Berufswünsche.

Haben Sie in der Schule bei den Arbeiten geschummelt?
Ja, in der siebten oder achten Klasse habe ich mir vor der Englischarbeit einen kleinen Block um das Handgelenk gebunden. Doch als ich am Ende alles vergleichen wollte, wurde ich von meiner Lehrerin erwischt. Danach habe ich es nie wieder gemacht.

Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule? Welches Fach haben Sie nicht so gerne gemocht?
Am liebsten mochte ich Geschichte, das fand ich sehr spannend. Nicht so gut war ich in Sprachen wie in Französisch oder Englisch. Doch in der elften Klasse war ich für ein Jahr in den USA und habe dort meine Englischkenntnisse verbessert.

In Ihrer Amtszeit wurde die Ganztagsschule eingeführt. Was halten Sie davon?
Das finde ich sehr gut, ich habe mich auch sehr dafür eingesetzt. Irgendwann wäre sie ohnehin eingeführt worden. Ich finde es sehr wichtig, dass Frauen auch arbeiten gehen können und nicht zu Hause bleiben müssen, um auf die Kinder aufzupassen.

Wie finden Sie die Juniorwahlen?
Ich finde es immer gut, wenn sich Jugendliche für Politik interessieren!

Wie finden Sie das Zeitungsprojekt?
Ich finde es sehr gut, dass die Jugendlichen erfahren, wie eine Zeitung zustande kommt. Ich wünsche mir generell, dass mehr Leute die Zeitung lesen, sonst gibt es den Seesener „Beobachter“ bald nicht mehr!

Danke für das Interview, Herr Homann!
Gerne.