Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende

Für 100-prozentige Dienstbeteiligung wurden Henrik Wölk, Sarah Linnekuhle, Dennis Hübner, Jan Menge, Florian Menge und Lara Doelfs ausgezeichnet.
 
Das Jugendgremium mit Lara Doelfs, Lukas Blanke, Jan Menge, Finn Großmann, Paul Brackmann, Sarah Linnekuhle, Shereen Wuttke und Laura Wagner.

Jugendfeuerwehr Bornhausen ehrt fleißige Nachwuchsbrandschützer und wählt Jugendgremium neu

Bevor am vergangenen Sonnabend die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bornhausen ihre Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Brodthage“ abhielten, waren zwei Tage zuvor die Mädchen und Jungen der Jugendwehr im Dorfgemeinschaftshaus zusammengekommen, um ebenfalls Jahresbilanz zu ziehen.

Die Versammlung wurde dabei vom Stellvertretenden Jugendwart Christian Kiehne geleitet, der den wegen einer Handverletzung außer Gefecht gesetzten Jugendwart Heiko Doelfs vertrat. Kiehne trug daher auch den Jahresbericht vor. Und anhand des Berichtes bekamen vor allem die Gäste, darunter Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke oder auch Ortsbrandmeister Klaus Kiehne und Ortsbürgermeister Jürgen Kühl, einen Einblick in die umfassenden Tätigkeiten in der Jugendwehr.
Im Januar starteten die Nachwuchsbrandschützer mit 28 Jugendlichen in das neue Dienstjahr. Auf Grund von Sitzplatzproblemen im Schulungsraum hatte die Leitung der Jugendwehr die Jugendlichen in den Monaten Januar und Februar in mehrere Gruppen aufgeteilt. Die einzelnen Gruppen wurden im Gerätehaus verteilt und an verschiedenen Stationen in Erster Hilfe, Knotenkunde, Fahrzeugbeladung und Funktechnik ausgebildet.
An zwei Dienstabenden im März beschäftigten sich die Jugendlichen mit den neuen Funkrufnummern und dem Digitalfunk. Nach den Osterferien bereitete man eine Gruppe theoretisch auf die Wettkämpfe vor.
Im April und Mai stand Stationsausbildung mit Fahrzeugbeladung auf dem Dienstplan. Die ältesten Mitglieder bekamen eine Einweisung in die trageweise der Atemschutzgeräte und in das Setzen eines Rauchverschluss.
Der Stadt-Ori-Marsch am 31. Mai wurde mit drei Gruppen besucht. Dieser fand anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Jugendwehr Kirchberg in Kirchberg statt.
Das Wochenende vom 6. bis zum 8. Juni stand dann ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens. Aus diesem Anlass hatte die Jugendwehr, gemeinsam mit dem Stadtverband Seesen, der ebenfalls sein 40jähriges Bestehen feiern konnte, in das große Festzelt eingeladen. Zu diesem Anlass hatten die Bornhäuser Besuch von der FUK Niedersachsen bekommen, die uns den 1. Preis im Sicherheitswettbewerb überreichten. Für den darauf folgenden Samstag war Spiel und Spaß angesagt. 15 Mannschaften, die sich aus den Jugendfeuerwehren der Stadt Seesen, der Partnerwehr Halle/Büschdorf und den örtlichen Vereinen zusammensetzten, gingen an den Start unserer Dorf-Rallye. Bei sehr warmen Temperaturen mussten Stationen im ganzen Dorf angelaufen werden, um dort die verschiedenen Aufgaben zu erfüllen. Am Ende hatten hier die Büschdorfer die Nase vorn.
Am darauf folgenden Wochenende waren die Bornhäuser mit zwei Gruppen beim Kreis-Ori-Marsch in Vienenburg dabei. Von den 33 teilnehmenden Gruppen konnten die „Kleinen“ einen sehr guten 18. Platz und die „Größeren“ den 5. Platz belegen.
Der restliche Juni stand dann ganz im Zeichen der Wettkämpfe. Am 6. Juli passierte dann das, wo niemand mit gerechnet hat. Bei den Kreiswettkämpfen in Clausthal-Zellerfeld belegte die Jugendwehr den 2. Platz. „Durch diese Platzierung hatten wir unsere Fahrkarte zu den Bezirkswettkämpfen gelöst. So wurden dann bis zum 27 Juli viele Sonderschichten geschoben, um uns auf die Bezirkswettkämpfe in Göttingen vorzubereiten. Bei den Wettkämpfen mussten wir dann aber leider feststellen, dass das eine ganz andere Liga ist, in der wir noch nicht mitspielen konnten“, so Christian Kiehne.
Vom 16. bis 23. August stand der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Das Zeltlager in Grömitz an der Ostsee. Bei sehr durchwachsenem Wetter verbrachten man eine tolle Woche in Grömitz. Mit 41 Teilnehmern war Bornhausen die größte Gruppe dieses Zeltlagers und auch die größte Gruppe mit der die JF Bornhausen jemals in ein Zeltlager gefahren ist.
Zum Abschluss des Dienstjahres besuchte man die Partnerwehr in Halle / Büschdorf. Vom 24. bis 26. Oktober erlebten die Bornhäuser dort ein prall gefülltes Wochenende.

Im Jahr 2014 insgesamt 9932 Stunden Dienst geleistet

„Wir haben im Dienstjahr 2014 59 Dienstabende und Veranstaltungen durchgeführt. Von 32 Jugendlichen haben im Schnitt 27 am Dienst teilgenommen“, berichtete Kiehne abschließend.
Im Dienstjahr 2014 wurden ingsesamt 2180 Dienststunden geleistet. Hinzu kommen für Fahrten und Lager 7752 Stunden. Das ergibt eine Gesamtstundenzahl von 9932 Stunden.
Im Dienstjahr 2014 erreichten sechs Jugendliche eine Dienstbeteiligung von 100 Prozent. Dies waren Florian Menge, Jan Menge, Dennis Hübner, Henrik Wölk, Sarah Linnekuhle und Lara Doelfs.
Auch im vierzigsten Jahr können wir wieder drei Jugendliche in den aktiven Dienst übergeben. Mit Leon Schneider, Dominik Henkel und Christian Harms übergibt die Jugendwehr drei Leistungsträger in den aktiven Dienst.
Kritisch merkte Christian Kiehne an, dass die Leistungsgrenze in diesem Jahr überschritten wurde. „Wenn wir in einem Schulungsraum mit regulär 24 Sitzplätzen mit 41 Personen schon in Zweier-Reihen am Tisch sitzen, in zwei Fahrzeugen mit 15 Sitzplätzen 41 Leute transportieren sollen, stelle ich hier die Frage in den Raum: Sollen wir unsere hervorragende Jugendarbeit personell soweit runter reduzieren, bis wir es mit den vorgehaltenen Mitteln bewältigen können, oder machen wir so weiter wie bisher und reihen uns nicht bei den anderen Jugendfeuerwehren mit Personalproblemen ein?“
Im Anschluss an den Tätigkeitsbericht wurde das Jugendgremium gewählt. Es setzt sich zusammen aus Lara Doelfs (gruppenführerin), Lukas Blanke (Stellvertreter), Finn Großmann (Jugendsprecher), Jan Menge (Stellvertreter), Sarah Linnekuhle (Kassenführerin), Paul Brackmann (Stellvertreter), Sherien Wuttke (Schriftführerin), Laura Wagner (Stellvertreterin).
Nachdem die Gäste ihre Grußworte gesprochen hatte, konnten sich die Jugendlichen bei leckerer Pizza stärken und den kommenden Aufgaben entgegensehen. Die Jugendwehr Bornhausen ist und bleibt eine starke Gemeinschaft – das wurde während der Jahreshauptversammlung 2014 mehr als deutlich.