Ein Euro mehr für 720 Reinigunsgkräfte im Landkreis

Darüber hinaus fällt der Tag in die laufende Tarifrunde – die Botschaft hier: „1 Euro mehr“. (Foto: IG Bau)

Heute ist Internationaler Tag der Gebäudereiniger / IG Bau pocht auf mehr Anerkennung

Sauberer Lohn fürs Saubermachen – raus aus dem Niedriglohn: Rund 720 Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer gibt es im Landkreis Goslar. „In Schulen und Altenheimen, in Büros und Fabriken machen sie einen sauberen Job. Meistens dann, wenn es keiner mehr sieht – spät abends oder früh morgens“, sagt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Braunschweig-Goslar.
Zum Internationalen Tag der Gebäudereinigung am heutigen Donnerstag fordert sie faire Arbeits- und Lohnbedingungen und mehr Anerkennung für die Beschäftigten der Branche. „Alle, die den Kreis Goslar sauber halten, habenWertschätzung für ihre Arbeit verdient. Sie machen einen Knochenjob. Büros, Flure, Fenster und Toiletten zu putzen, ist harte Arbeit“, sagt Karl-Heinz Ehrenberg. Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Braunschweig-Goslar ist es besonders wichtig, dass zur Achtung der Arbeit, die Reinigungskräfte leisten, auch eine faire Bezahlung gehört: „Wir wollen raus aus dem Niedriglohn. Gebäudereinigung ist ein Handwerk. Für gute Qualität und Zuverlässigkeit sind die Kunden der Reinigungsfirmen bereit, auch einen vernünftigen Preis zu bezahlen. Und dieses Geld muss auch bei denen ankommen, die die Arbeit machen.“
Deshalb fordert die IG BAU in der laufenden Tarifrunde jetzt einen Euro pro Stunde mehr für alle Reinigungskräf schlagen wurden. Die Polizei musste nach einem Gerichtsverfahren schließlich 3,5 Millionen Dollar an die amerikanische Reiniger- Gewerkschaft bezahlen. Der Streik führte schließlich zu einer 25%-igen Gehaltserhöhung und der Einführung betrieblicher Krankenversicherungsleistungen.
Dieser Vorfall markiert einen Wendepunkt in der Kampagne „Justice for Janitors“. Der 15. Juni wird seitdem international als „Justice-for-Janitors-Day“ begangen – in Deutschland als „Tag der Gebäudereinigung“.