Ein Lügenwald voll verrückter Kreaturen

 

„junge bühne“ spielt sich mit dem „Verschwundenen Zauberlicht“ in die Herzen der Zuschauer

Die Akteure der „jungen bühne seesen“ haben sich am vergangenen Wochenende einmal mehr auf den Weg in die Aula am Sonnenberg begeben. Mit im Gepäck hatten sie diesmal das Stück „Das verschwundene Zauberlicht“ von Antje König.
Das märchenhafte Stück spielt im Nickelland, wo man glücklich miteinander auskommt und die Welt in Ordnung zu sein scheint. Für die drei Nickelkinder (Anna Töpperwien, Inge Dannemann, Elke Reichel) und den lispelnden Schnuffy (Manuela Löffler) ist es der letzte Schultag bei Frau Nickelzwick (Gaby Töpperwien).
Man malt sich bereits die Ferien aus, bis kurz vor Unterrichtsschluss Professor Rabe (Uwe Klöppner) erscheint und einen Brief aus dem gefürchteten, dunklen Lügenwald mit sich führt. Den gespannten Nickelkindern liest er aus dem Brief vor: „Ich bin Tubösius, der böse Schnorrz aus dem Lügenwald. Ich habe euer Zauberlicht gestohlen und gebe es euch gegen ein Nickelkind zurück“. Frau Nickelzwick, ihre Schüler und auch die kleinen Zuschauer sind geschockt.
Professor Rabe verrät dem Publikum: „Der Lügenwald ist gefährlich, jeder betrügt an diesem Ort, und vor vielen Jahren hat ein Nickelkind es gewagt, den Wald zu betreten. Dieses Kind hat man nie wieder gesehen“. Da ist guter Rat teuer!
Die vier Nickelkinder wagen schließlich dennoch gemeinsam den abenteuerlichen Weg in den Lügenwald, um ihr Zauberlicht zurückzuerobern. Auf ihrem Weg durch den Wald treffen sie auf verrückte Kreaturen, wie zum Beispiel die drei Fliegenpilze (Jörg Scheibel, Thore Reincke und Roman Lamprecht), die ihren Spaß darin finden, die Kinder zu ärgern. Auch die „Irrlichter“ versuchen, die Nickelkinder auf die falsche Fährte zu schicken. Der Wegweiser (Jürgen Witzack) wirkt alles andere als waschecht. Zwischendurch läuft den Suchenden auch noch die schleimige Kröte „Spuck“ (Petra Gründler) über den Weg und lehrt jedermann mit ihrer tiefen Stimme das Fürchten. An der Reaktion der kleinen Zuschauer ist schnell zu merken, dass das Stück von Antje König ein Erfolg war.
Es wird viel gelacht und besonders viel mit den Nickelkindern mitgefiebert. Hier und da verkriecht sich ein durch Rabe oder Schnorrz verängstigtes Kind schnell den Schoß der Mutter. Der erste Schreck weicht aber schnell, schließlich hat die Geschichte ja ein Happy End. Ende gut, alles gut! Die Bühne sorgte ebenso für viel Spannung wie die untermalende Musik im Hintergrund – gespielt vom Nickelorchester.
Natürlich gelingt es Schnuffy und seinen Freunden das Zauberlicht zurückzuholen. Auch der Schnorrz (Tania Husar) ist schließlich nicht so böse wie anfangs vielleicht vermutet. Bei ihm handelte es sich um das vor Jahren verschwundene Nickelkind Karlchen, welches im Wald verloren ging und lediglich Gesellschaft suchte.
Für die Schauspieler der „jungen bühne“ gibt es donnernden Applaus nach dem spannenden und lustigen Irrweg durch den Lügenwald.




Das Nickelorchester: Daniela Feix, Hairi Feix, Lena Feix, Katrin Wuttke, Reinhard Wuttke.
Souffleuse: Renate Warnecke, Andrea Wilhelm.
Maske: Ursula Antl, Petra Gründler, Gaby Töpperwien.
Kostüme: Jürgen Witzak.
Requsite: Inge Dannemann.
Die vielen Helfer im Verborgenen: Sascha Garbe, Friedhelm Grotjahn, Andreas Gründler, Antonio Mateo (Fotos), Salon Koch, Dieter Lemke, Andreas Tappe, Buchhandlung Wilhelm, Eberhard Willeke, Daniela Wons, Uwe Zwick.
Regie: Markus Brandt;
Regieassistentin: Ursula Antl.
Das Zauberlicht-Ensemble: Nickelkind 1: Anna Töpperwien; Nickelkind 2: Inge Dannemann, Nickelkind 3: Elke Reichel; Nickelkind Schnuffy: Manuela Löffler; Frau Nickelzwick:Gaby Töpperwien; Professor Rabe: Uwe Klöppner; Wegweiser: Jürgen Witzak; Pilz1-Irrlicht: Jörg Scheibel; Pilz2-Irrlicht: Thore Reincke; Pilz3-Irrlicht: Roman Lamprecht; Spuck: Petra Gründler; Schnorrz: Tania Husar; Mininickel: Felix Brandt, Hannah Feix, Chantal Scheibel, Marven Scheibel, Elia und Madita Wuttke.