Ein Nachruf: Horst Sablotny liebte seine Heimat von ganzem Herzen

Horst Sablotny liebte seine Heimat von ganzem Herzen. Als freier Mitarbeiter für den Seesener „Beobachter“ berichtete er über viele Jahrezehnte über das aktuelle Geschehen in der Samtgemeinde Bad Grund. (Foto: bo)
Am Donnerstag ist Horst Sablotny im Alter von 70 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Mit Horst Sablotny hat die Ortschaft Windhausen und die gesamte Samtgemeinde Bad Grund einen ihrer engagiertesten Bürger und Freunde verloren.
Geboren wurde Horst Sablotny am 23. Juni 1941 in Gittelde. Einen Ort, den er stets als einen der „schönsten Flecken“ auf der Erde bezeichnete und sein ganzes Leben über tief verbunden war. In Gittelde besuchte er von 1948 bis 1956 die Volksschule. In den Jahren 1956 bis 1958 war er Schüler der Handelsschule in Seesen. In der Sehusastadt absolvierte Horst Sablotny im Zeitraum vom 1. April 1958 bis 31. März 1961 seine Ausbildung zum Sozialversicherungsangestellten bei der DAK Seesen. In seinem letzten Ausbildungsjahr zog Horst Sablotny von Gittelde in die Gemeinde Windhausen, wo er gemeinsam mit seiner Ehefrau Ruth, die er am 14. Juni 1963 heiratete, bis zu seinem Tode lebte. Aus der Ehe ging ein gemeinsamer Sohn hervor.
Bevor Horst Sablotny im Jahr 1970 hauptamtlicher Gemeindedirektor von Windhausen wurde, arbeitete er vom 1. April 1961 bis zum 31. Dezember 1969 bei der DAK in Osterode. Während seiner Amtszeit als Gemeindedirektor in der Zeit vom 1. Januar 1970 bis zum 30. November 1972 war Horst Sablotny maßgeblich an der Bildung der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) beteiligt.
Ab dem 1. Dezember 1972 wurde Horst Sablotny in den Dienst der Samtgemeinde Bad Grund als Verwaltungsangestellter übernommen. Zur gleichen Zeit wurde er zum stellvertretenden Gemeindedirektor Windhausens ernannt. In seiner Zeit als Verwaltungsangestellter bei der Samtgemeinde Bad Grund wirkte Horst Sablotny als stellvertretender Bauabteilungsleiter sowie als stellvertretender Werksleiter des Wasserwerkes.
Ab dem 1. Juli 1998 bis zum Ausscheiden aus dem Dienst der Samtgemeindeverwaltung am 30. Juni 2003 füllte er das Amt des Standesbeamten aus. Von November 2006 bis Oktober 2011 war Sablotny Mitglied des Rates der Gemeinde Windhausen, stellvertretender Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses sowie Vorsitzender der SPD-Fraktion als auch Gruppenvorsitzender der SPD-/CDU-/FDP-Gruppe.
Neben seinen beruflichen Tätigkeiten zeichnete sich Horst Sablotny vor allem durch sein ehrenamtliches Engagement aus. In zahlreichen Vereinen war er nicht nur Mitglied, sondern bekleidete auch immer ein verantwortungsvolles Amt.
Seine besondere Leidenschaft galt dem Verfassen von Zeitungsartikeln über die Geschehnisse in seiner Heimat. Über 30 Jahre arbeitete Horst Sablotny als freier Mitarbeiter für die Seesener Tageszeitung „Beobachter“. Mit seinen Berichten über Ratssitzungen, Jahreshauptversammlungen, Wanderungen, Schützenfeste, Weihnachtsmärkte und die lokale Geschichte hatte Horst Sablotny über viele Jahre großen Anteil an der Aktualität und Vollständigkeit der täglichen Zeitung. Seine scharfsinnigen Beobachtungen und die zum Teil kritischen Bemerkungen über das politische und gesellschaftliche Leben prägten seine Berichterstattung über die Samtgemeinde Bad Grund. Aber natürlich machte sich auch ein beliebter Mensch wie Horst Sablotny nicht nur Freunde mit seiner journalistisch-kritischen Arbeit. In vielen Vereinen bekleidete er überdies das Amt des Schriftführers. So war er über viele Jahre zweiter Schriftführer des Harzklub-Hauptverbandes.
Seine tiefe Verbundenheit zu seiner Heimat brachte Horst Sablotny in vielen Berichten über den Bergbau und das Leben in der Bergstadt Bad Grund zum Ausdruck. Die Geschichte über die Blütezeit des Bergbaus rief Horst Sablotny bis zuletzt mit einfühlsamen Erzählungen in Erinnerung. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich auch seine Geschichten über die Brauereien in Gittelde und Bad Grund. Er warf aber auch einen Blick zurück in das dunkelste Kapitel der jüngeren deutschen Vergangenheit mit Berichten über das Kalkwerk bei Münchehof, dass der Rüstungsindustrie als wichtiger Rohstofflieferant diente. Als ehrenamtlicher Ortschronist von Windhausen hat Sablotny in den vergangenen Jahren zudem eine Menge wertvoller Informationen über die Geschichte der Gemeinde gesammelt. (mn)

Die Redaktion des „Beobachter“ sowie der gesamte Verlag werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.