Einblicke in den „Arbeitsplatz Klinik“

SPD-Ratsfraktion tagt in Asklepios Kliniken Schildautal / Projekt „Flucht und Vertreibung“ gestartet

Zu Beginn der Woche besuchte die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Seesen die Asklepios Kliniken Schildautal.

Von Seiten der Geschäftsführung wurden die Mandatsträger von Stefan Menzel und Jürgen Zimmermann herzlichst begrüßt. Beide gaben der SPD-Stadtratsfraktion Einblicke in den „Arbeitsplatz Klinik“.
Die Fragen der Genossinnen und Genossen bezogen sich vor allem auf die sich stetig wandelnden Bedürfnisse in der Gesundheitspflege, die zu erwartenden Veränderungen am Standort Seesen und die damit einhergehenden Voraussetzungen an personellen Veränderungen. Stefan Menzel erläuterte den Stadtratsmitgliedern sehr anschaulich, wie die Klinik vorlaufend an ihrer Qualitätssicherung arbeitet. Letztmalig im November 2014 sei den Asklepios Kliniken Schildautal bescheinigt worden, dass sie die hohen Anforderungen rund um die Patientenversorgung bestens erfüllten. Bereits wenige Jahre zuvor sei der Klinik attestiert worden, eine der besten Rehabilitationskliniken Deutschlands zu sein. Die Einrichtung bilde weiterhin aus und sei bemüht, sich den veränderten Arbeitsbedürfnissen des Personals anzupassen. Daneben machte Menzel deutlich, dass Seesen neben einem attraktiven Arbeitsort auch ein attraktiver Wohnort sei.
Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete SPD-Ratsherr Uwe Klöppner, Vorsitzender des ratseigenen Kulturausschusses, über ein Projekt unter dem Titel „Seesen im Fokus von Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg“. Dazu soll eine Forschungs- und Recherchearbeit an Dirk Stroschein in Auftrag gegeben werden. Hintergrund: Am 9. Mai 1945, vor fast genau 70 Jahren also, war der Zweite Weltkrieg zu Ende. In den Zeitungen und im Fernsehen wird heute darüber berichtet. Damals kamen in Seesen und in seinen Dörfern viele Flüchtlinge unter. Sie gingen hier in die Schulen, fanden Arbeit und ein neues Zuhause. „Es ist an der Zeit, dieses geschichtliche Kapitel mit Blick auf unsere Stadt und ihre Ortsteile festzuhalten,“ sagte Fraktionsvorsitzende Andrea Melone. „Heute wie damals stehen wir vor der Situation, Flüchtlinge aufzunehmen. Die gemachten Erfahrungen werden helfen, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen“.
Uwe Klöppner rief in diesem Zusammenhang dazu auf, den Projektleiter zu unterstützen. Wer aus der genannten Zeit im Besitz von Fotografien, Briefen, Bescheinigungen oder als Zeitzeuge berichten möchte, kann sich mit Dirk Stroschein in Verbindung setzen; Telefon : (05381) 9409262, E-Mail: dirk.stroschein@web.de