Eine Stadt ohne Strom – fast drei Stunden war Seesen komplett lahmgelegt

Um 21.57 Uhr fiel am Sonnabend in Seesen und in Herrhausen der Strom komplett aus, erst ab 0.37 Uhr lief die Versorgung wieder.

In der Zwischenzeit waren die Mitarbeiter der HarzErnergie in Osterode fieberhaft damit beschäftigt, den Fehler zu orten. Wie sich herausstelte, war ein sogenannter Erdschluss für den Ausfall verantwortlich. Eine Zuleitung in den Windkraftanlagen bei Dannhausen war dabei laut HarzEnergie für die erste Störung ursächlich. Um 21.59 Uhr folgte eine weitere Störung in der Dehnestraße, danach die automatische Netzabschaltung von den dafür vorgesehenen Schutzeinrichtungen. Und ab da war Seeen für mehrere Stunden dunkel. Kein Strom floss mehr, folglich ging kein Telefon und kein TV-Gerät. Während dieser Zeit gingen zahlreiche Anrufe bei der Polizei und bei der HarzEnergie ein. Deren Technischer Leiter, Thomas Preiß, teilte gestern auf Nachfrage des „Beobachter“ mit, dass Reperaturen im Bereich der Dehnestraße bereits ausgeführt worden sind. Hier war das Kabel zwischen zwei Umspannstationen kaputt. So blieb es am späten Samstagabend in fast allen Häusern zappenduster. Kerzen mussten angezündet werden, um wenigstens ein bisschen Licht zu bekommen. In den Schildautal-Kliniken liefen die Notstromaggregate auf vollen Touren. Wie Geschäftsführer Stefan Menzel am Sonntag mitteilte, war die Versorgung der Patienten vollauf gewährleistet. Auch die Polizei Seesen hatte außer besorgten Anrufen keine nennenswerten Einsätze im Zusammenhang mit dem Stromausfall zu verzeichnen.