Eine Woche einzigartige Gemeinschaft erlebt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Seesener Stadtgebiet.
 
Das Spiel ohne Grenzen erfreute sich großer Beliebtheit.

Auch vier Jugendfeuerwehren aus dem Seesener Stadtgebiet beim großen Landeszeltlager in Wolfshagen dabei

Eine Woche ausspannen und dabei spielerisch Gemeinschaft erleben – das 17. Landeszeltlager der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr hatte trotz des durchwachsenen Wetters viel zu bieten.

Über 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verwandelten einige der Wiesen im Tölletal bei Wolfshagen im Harz in eine Zeltstadt. Bereits seit 36 Jahren findet das Landeszeltlager alle drei Jahre in der Harzgemeinde statt. Mit dabei waren aus dem Stadtgebiet Seesen die Jugendfeuerwehren Seesen, Herrhausen, Kirchberg und Ildehausen mit insgesamt 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Das Zeltlager mit seinen 180 Gruppen aus Niedersachsen, Kroatien, Polen, der Slowakei, Belgien und den Niederlanden ist so groß, dass es in fünf Zeltdörfer aufgeteilt ist und diese mit Oberharzer Ortsnamen benannt sind.
In der Zeltlagerwoche gab es ein umfassendes Rahmenprogramm, wobei auch die Jugendwarte und Betreuer auf ihre Kosten kamen.
Hatte man am Anfang des Lagers noch mit Sturm und Regen zu kämpfen, so vergaß man dieses bei den zahlreichen Wettbewerben wie Wikinger-Schach, Spiel ohne Grenzen oder dem Orientierungsmarsch.
Ein Tagesausflug auf den Bocksberg, wo die Sommerrodelbahn ausgiebig auf Herz und Nieren getestet wurde und so manch persönlicher Geschwindigkeitsrekord aufgestellt wurde, krönte die Zeltlagerwoche.
Es blieb natürlich genügend Zeit, um die Natur zu genießen, neue Bekanntschaften zu knüpfen oder alte aufzufrischen und zu guter Letzt einen von den zahlreich angebotenen Graffiti-, Präventions- und Medienworkshops zu besuchen. Höhepunkt der Aktivitäten war für viele Jugendliche das Angebot der Schattenspringer, die mit ihren Kletteraktivitäten in den Eichen auf dem Gelände einige Mutproben bereithielten, die Teamlösungen erforderten.
In den Abendstunden verwandelte sich das Großzelt, in dem sonst gemeinsam gegessen wird, in eine Disko oder eine Showbühne. Vom Wettbewerb „Mr. & Mrs. Zeltlager“ mit über 140 Teilnehmern über den LiveAuftritt von Zack Zillis bis zur Party am „Final Evening“ – das ehrenamtliche Veranstaltungsteam hatte sich einiges einfallen lassen und wurde mit großem Zuspruch und Applaus belohnt.

Soziales Miteinander
im Fokus

Wie Seesens Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Müller in einem Gespräch mit dem „Beobachter“ erklärte, müsse man also nicht unbedingt weit reisen, um ein Zeltlager erleben und dessen besondere Atmosphäre genießen zu können. Im Mittelpunkt einer solchen Veranstaltung stünden Kameradschaft, Teamwork und soziales Miteinander.
Die Dimensionen des Zeltlagers werden durch einige Eckdaten deutlich. Essenausgabe und Versorgung verteilten insgesamt 55.000 Scheiben Brot, 48.000 Brötchen, 15.000 Packungen Butter und 8000 Packungen Margarine, 600 Kilogramm Nuss-Nougat-Aufstrich, 250 Kilogramm Marmelade, 450 Packungen Müsli und 780 Kilogramm Pommes. Außerdem verlegten die Ehrenamtlichen rund 2000 Meter Wasserleitungen und 20 Kilometer Strom- und Telefonleitungen. Schon wenige Tage nach Ende des Zeltlagers ist davon auf und abseits der Wiesen nichts mehr zu sehen.