„Einmalig, was hier auf die Beine gestellt wurde“

Die Wirtschaftstreibenden aus Seesen und Umgebung hatten das Projekt „Kultur in Dosen“ vielfach unterstützt. EinDankeschön-Abend fand nun im Museum statt.
 
Stadtmarkerting-Vorstand Uwe Dombeck, Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Jahns: „Eine ganz groß Show für Seesen.“

Stadtmarketing Seesen zieht Resümee über Veranstaltungsreihe „Kultur in Dosen“ / Dank an die Sponsoren

Von UlrichKiehne,Seesen

Hinter Elke Roch liegt ein ereignisreiches Jahr. Kaum hatte sie im Herbst 2010 ihren Job als Projektmanagerin beim Stadtmarketing Seesen angetreten, ging es in die Vollen. Ganze zwei Wochen blieben, um mit einem nachhaltigenKonzept beim Wettbewerb „Ab in die Mitte – Die Cityoffensive“ zu punkten. Das hat bekanntlich geklappt. Seesen gewann mit seinen Bewerbungsunterlagen mit dem Motto „Kultur inDosen“.
Die Veranstaltungen selbst sind mittlerweile Geschichte. Das Dosenfest im April mit Abendlauf und anschließendem Frühlingsfest, die Nacht voller Geigen im Mai, das Dosen-Musik-Festival mit Bürgerfrühstück im Juni, der Poetry-Slam und das Film-Open-Air sowie das Konzert in der Dosenfabrik im August und schließlich das Kulturenfest mit Lichtevent und damit verbundendem Herbstfest im Oktober – alle Veranstaltungen wurden von den Bürgerinnen und Bürgern gut besucht. Dass alle Veranstaltungen von Erfolg gekennzeichnet waren, lag auch an den vielenSponsoren, die mit finanziellenMitteln, aber auch durch persönlichen Aufwand oder der Zurvergügungstellung von Arbeitsmaterialen halfen. Den Förderern der in dieser Form einmaligenVeranstaltungsreihe „Kultur in Dosen“ wurde nun im Museum Dank ausgesprochen. Eingeladen hatte das Stadtmarketing Seesen.
Uwe Dombeck begrüßte die Sponsoren – leider waren zumDankeschön weniger gekommen als erwartet – und sprach vor allem Elke Roch ein dickes Kompliment aus. Dem schloss sich auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Hubert Jahns, an, der als ehemaliger Bürgermeister natürlich ebenfalls einen großenAnteil am erfolgreichen Konzept hatte. „Das war eine ganz große Show“ befand Jahns. „Wir wollten unsere Innenstadt beleben, und das ist bestens gelungen“, befand Jahns. Er freute sich insbesondere, dass es Seesen geschafft habe, zahlreiche Auswärtige nach Seesen zu locken.
Bürgermeister Erik Homann berichtete, dass er es genossen habe, „Kultur in Dosen“ gewissermaßen aus der Sicht eines Besuchers miterlebt zu haben. Schließlich war er als 1. Stadtrat nicht zu sehr in die Veranstaltungsreihe eingebunden, wusste sich aber genauso wie seine Vorredner an entsprechender Stelle für das unterstützende Miteinander zu bedanken. Seine aus Oldenburg stammenden Eltern seien begeistert gewesen, wie viel Seesen auf die Beine gestellt habe. „Man merkt“, so Homann, „dass sich unsere Gewerbetreibenden mit der Stadt identifizieren.“ Er erinnerte daran, dass das Projekt mit dem ersten Arbeitstag vonElke Roch begonnen habe. „Sie wurden damals ins kalte Wasser geworfen“.
„Seesen ist eben eine Dosenstadt; das Motto war wirklich treffend“, befand am Ende schließlich auch die so viel gelobte Projektmanagerin des Stadtmarketings. Viele Städte, beispielsweise die Stadt Osterode am Harz, blicke schon einmal neidisch in Richtung Seesen. „Wir haben hier mehrere Leuchttürme, die aus marketingstrategischer Sicht noch mehr in den Blickpunkt gerichtet werden müssen.“ Dazu zählen neben Züchner und den Dosen auch Louis Spohr, Wilhelm Busch, Israel Jacobson oder Herny Steinway. Roch versprach, dass man sich nach einer Pause im Jahr 2012 im Jahr 2013 erneut amStädte-Wettbewerb beteiligen wolle.Dann muss ein neues Konzept her, das die Jury erneut überzeugen muss. Und natürlich setzen Stadt Seesen und Stadtmarketing auch dann wieder auf die Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft.
Deren Vertretern galt amMontagabend imMuseum der herzliche Dank.
Mit einem Gläschen Sekt wurde auf das erfolgreiche Projekt angestoßen. Im Hintergrund flimmerten während einer Dia-Show die schönsten Bilder der vielenEvents noch einmal über die Leinwand. Spätestens da wurde deutlich, was Seesen mit dem Jahr „Kultur inDosen“ gelungen war. „Einigkeit macht eben stark“, fasst Uwe Dombeck abschließend zusammen.