Einsatzkräfte gehen an ihre Grenzen

Für ihren selbstlosen Einsatz beim Hochwasser 2013 in Rhüden und Bornhausen wurden den freiwilligen Helfern Medaillen und Urkunden verliehen. Die Ortsbrandmeister nahmen die Auszeichnung stellvertretend entgegen.

Hunderte ehrenamtliche Helfer erhalten Hochwassermedaille für ihre Hilfe im vergangenen Jahr

Das Hochwasser im Mai und Juni letzten Jahres hat vor allem Bewohner aus Rhüden und Bornhausen an den Rand der Verzweiflung und auch teils an die Existenz gebracht. Versicherungen kündigten den Betroffenen teilweise die Mitgliedschaft, weil sie für die Schäden nicht mehr aufkommen wollten.

Die schweren Regenfälle mit bis zu 90 Litern pro Quadratmeter hatten nicht nur die Häuser, sondern auch komplette Straßen unter Wasser gesetzt. Einzig und allein der Einsatz Hunderter DRK-, Feuerwehr- und freiwilliger Helfer konnte die Katastrophe eindämmen und das Schlimmste verhindern. Am vergangenen Montag wurde den Helfern für ihre Verdienste die Hochwassermedaille des Landes Niedersachsen in der Aula des Seesener Schulzentrums verliehen.

„Ohne euch würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren“

Während der festlichen Veranstaltung, die vom Musikzug der Ortsfeuerwehr Rhüden begleitet wurde, sprach Landrat Thomas Brych den zahlreich erschienenen Gästen seinen größten Dank aus. „Ohne euch würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren“, so Brych. Seesens Bürgermeister Erik Homann war ebenfalls auf der Veranstaltung vertreten und berichtete auch hier nochmal, dass das Hochwasserrückhaltebecken in Bornhausen in Planung sei. „Dieses Becken würde die Situation aber nur verbessern“, so Homann, „das Hochwasser wird immer da sein und deshalb ist Euer Einsatz so wichtig für uns.“ Der Bürgermeister zeigte sich sicher, dass jegliche Maßnahmen zur Hochwasserbekämpfung niemals den ehrenamtlichen Einsatz der Helfer ersetzen können.

Mehr über die Hochwassermedaillenverleihung können sie in der Printausgabe vom 10. April lesen.