Einsatzzentrale der Feuerwehr Seesen in Eigenregie umgestaltet

Den Möbelaufbau für das Foto unterbrochen: (v.l) Bernd Horn, Christian Sue (beide Feuerwehr Seesen), Tischlermeister Albrecht Salau neben Tischlergeselle Jörn Hesse und Azubi Vincent Langer.
 
Die „alte“ Einsatzzentrale.

Tischlerei Salau unterstützt den Innenausbau mit individuellen Möbeln nach Maß

Die Einsatzzentrale der Freiwilligen Feuerwehr in Seesen erstrahlt seit kurzer Zeit in neuem Glanze. Albrecht Salau leistete mit seinem Team einen wichtigen Beitrag und fertigte die entsprechenden Möbel nach den Wünschen und Anforderungen der Seesener Wehr.

Von Antonio Mateo

Bereits Ende 2010 hat die Seesener Wehr gemeinsam mit Marc Hurlemann von der Freiwilligen Feuerwehr Rhüden den Einsatzleitwagen technisch mit einem zweiten Computer aufgerüstet. Damit kann bereits im Einsatzleitwagen effektiver gearbeitet werden. Jetzt ging es an die Einsatzzentrale der Seesener Wehr. Die bisherige Einrichtung war zu klein und bereits in die Jahre gekommen. Die Technik war veraltet und entsprach nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Ein Umbau wurde dringend erforderlich, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Doch welche Funktion hat die Einsatzzentrale? Die Einsatzzentrale wird im Bedarfsfall von ein bis zwei Feuerwehrleuten besetzt. In der Regel eine Kraft vom Einsatzleitwagen-Team und einer Führungskraft. Die Einsatzzentrale dient der Einsatzkoordination zum Beispiel bei unwetterbedingten Großschadenslagen wie Hochwasser oder Sturmschäden, zusätzlich auch für die entsprechenden Hintergrundarbeiten bei den diversen Einsätzen der Wehr. Sie ist technisch kompatibel zu den Einsatzleitwagen in Seesen und Rhüden sowie der Einsatzzentrale im Rhüdener Feuerwehrhaus. Ausgestattet ist die Einsatzzentrale mit einem Computer, zwei Monitoren, Anschlüssen für Internet, Fax, ISDN und der Telefonanlage. Umfangreiche Einsatzspezifische PC-Software bildet das Kernstück. Unter anderem besteht die Möglichkeit, spezielle Lagekarten am PC darzustellen und Live-Monitoring zu betreiben.
Grund genug, bei der Knappheit finanzieller Mittel zusätzlich in Eigenregie aktiv zu werden. Zeugwart Bernd Horn legte sich dafür gemeinsam mit Christian Sue ins „Zeug“, und sie fanden schnell mit der Tischlerei Salau einen hilfsbereiten kompetenten Handwerksbetrieb für die Umsetzung. Auch wenn das Budget gerade mal für den reinen Materialpreis reichte, erklärte sich Tischlermeister Albrecht Salau spontan bereit, den Umbau auszuführen. „Nach meinen finanziellen Möglichkeiten bin ich immer dafür offen, solche Projekte, insbesondere wenn es auch um die Sicherheit der Allgemeinheit geht, zu unterstützen“, erklärte Salau gegenüber dem „Beobachter“. In liebevoller Kleinarbeit fertigten die Handwerksprofis nach Maß das, was den Wünschen und Anforderungen der „neuen“ Einsatzzentrale entsprach. Am 25. März ging es an den Aufbau der Möblierung. Anschließend wurde die Technik verbaut und einsatzbereit wieder ihrer Bestimmung übergeben. „Für mich ist es auch eine Würdigung des Ehrenamtes, einen kleinen Beitrag liefern zu können“, fuhr Salau fort. Auch wenn Albrecht Salau seinen Beitrag gegenüber dem „Beobachter“ klein spielen wollte, war es ein maßgeblicher Beitrag zur neuen Einsatzzentrale. Ohne sein Mitwirken und die Arbeit seiner Mitarbeiter wäre das Projekt kurzfristig nicht umsetzbar gewesen. Der Dank der Seesener Feuerwehr ist ihm damit sicher.