„Endlich mal keine Rouladen!“

Der Vater hat seinen Platz gefunden: „Hauptsache keine Rouladen!“ (Foto: Stroschein)

„Wo ist Platz?“ war die zentrale Frage beim Weihnachtsstück in der St.-Andreas-Kirche

Der Weihnachtsabend rückt näher, und da stellt sich bei den Geschwistern mit ihren Partnern die Frage: Wer nimmt den Vater zu sich?

Mit dieser Szene begann das diesjährige Weihnachtsstück in der St.-Andreas-Kirche und rückte sogleich die titelgebende Frage ins Zentrum: Wo ist Platz?
Platz, in diesem Fall für den verwitweten Vater, der doch „immer bei euch“ ist; und die eine schmeichelt: „Du machst das jedes Jahr so toll“. Und alle stöhnen darüber, dass er „immer noch nur Rouladen“ als Festschmaus will. So wird tastend-lobhudelnd die Platzfrage verhandelt. Ausgang offen.

Zentrale Geschichte des Heiligen Abends auf den Punkt gebracht

Einen Platz für sich und ihre Herde suchen in der Nacht der Geburt des Jesuskindes vor über 2000 Jahren auch die „Hirten auf dem Felde“ in einer Folgeszene. Und natürlich Maria und Josef: Erst nach langem, vergeblichen Anklopfen finden sie einen Platz, eine Herberge. Es wird vor Augen geführt: Auch für den Mensch gewordenen Sohn Gottes tun sich nicht alle Türen von alleine auf. Es bedurfte einer offen-herzigen Wirtsperson in Bethlehem vor langer Zeit wie der immer von neuen geöffneten Herzen der Gläubigen bis heute. Dies ist die zentrale Geschichte des Heiligen Abends auf den Punkt gebracht und auch dieses Weihnachtsstück aus der Feder von Pfarrer Tim-Florian Meyer, gespielt von den Kirchenentdeckern, Konfirmanden und dem KU-Team mit Freunden. Die Einzelszenen wechselten unter stimmungsvoller musikalischer Begleitung der „Heiligabend-Band“ mit Klavier, Geige, Flöten, Solo- und Gemeindegesang.
Der Vater feierte seinen Weihnachtsabend in der Schlussszene übrigens zusammen mit gleichaltrigen Gleichgesinnten in trauter Runde bei Sekt („Stößchen!“) und Kanapees. Sein erleichterter Seufzer „Endlich mal keine Rouladen!“ setzte die Schlusspointe des Weihnachtsstückes.