Endlich wieder volle Regale

Für die ehrenamtlich aktiven Mitstreiter aus den Reihen der „Kirchlichen Lettlandhilfe“ war in den vergangenen Wochen Dauereinsatz angesagt.

Zwei Hilfstransporte auf den Weg nach Rauna gebracht / Eine Gemeinde sagte Danke

Sie hatten zwar gehofft, dass sich eine rasche Lösung abzeichnen möge; damit gerechnet hatten sie allerdings nicht. Umso spürbarer war denn auch die Erleichterung, als es hieß, dass nur wenige Tage nach dem ersten humanitären Hilfstransport in diesem Jahr, der Ende vergangenen Monats, genauer gesagt am 27. Februar, die Stadt Seesen mit dem Ziel Rauna verließ, ein weiterer Transport auf den Weg in die lettischen Partnergemeinde gebracht werden könne. Sie, das waren die Mitglieder und engagierten Mitstreiter aus den Reihen der „Kirchlichen Lettlandhilfe“, die – wieder einmal von der Spendenbereitschaft der Bürger aus Seesen und der näheren und weiteren Umgebung gradnach überrollt – noch vor Abschluss der ohnehin nur zweitägigen Sammelaktion erkennen mussten, dass deren Ergebnis die Lade-Kapazität des für den besagten Mittwoch avisierten Sattelzuges wohl deutlich übersteigen dürfte.
Und sie hatten Recht. „Mit den Sachspenden, für die kein Platz mehr vorhanden war, hätte ein zweiter Sattelzug noch gut und gern zu zwei Dritteln beladen werden können“, merkte der 1. Vorsitzende der „Kirchlichen Lettlandhilfe“, Pastor i. R. Kurt Hoppe, an. Er, der auf der einen Seite das hohe Spendenaufkommen dankbar begrüßte, bedauerte auf der anderen Seite den drohenden Transport-Engpass – wohl wissend, wie dringend man in Rauna bereits auf die Hilfe aus Seesen wartet.
Dass es zu dem zunächst latent befürchteten Transport-Engpass letztlich nicht kam, ist einer konzertierten Aktion der „Stiftung der evangelisch-lutherischen Gemeinde Rauna – Diakonisches Zentrum“ und der „Kirchlichen Lettlandhilfe“ zu verdanken. Sie nämlich stellten die Weichen dafür, dass am vergangenen Sonnabend ein weiterer Sattelzug auf seiner Rückfahrt nach Lettland in Seesen einen Zwischenstopp einlegte, um hier beladen zu werden, und dann die Partnergemeinde anzusteuern.
In der nun hatte man schon nach dem ersten Hilfstransport umgehend damit begonnen, die leeren Regale und Bekleidungsständer in dem kleinen Laden wieder aufzufüllen – und das sehr zur Freude der Leiterin des Ladens „Menschen für Menschen“, Mudite Sika, und ihrem Team, des Vorstandes der dortigen Stiftung, und vor allem der Bürgerinnen und Bürger aus Rauna und den umliegenden Ortschaften, die über einen längeren Zeitraum hinweg zumeist vergeblich „vorbeigeschaut“ hatten.
Für die Vorsitzende der „Stiftung der evangelisch-lutherischen Gemeinde Rauna – Diakonisches Zentrum“, Anita Lubuze, war es nach eigenem Bekunden „ein Herzensbedürfnis“, in einem Telefonat mit Kurt Hoppe Dank zu sagen – gerichtet an die „Kirchliche Lettlandhilfe“ und die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer; vor allem aber an alle die, die auch dieses Mal wieder durch ihre Sach- und Geldspenden einen Beitrag dazu leisteten, den „Lebensalltag und das unmittelbare Umfeld der Menschen in Rauna nachhaltig zu verbessern“.
Worte des Dankes nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Hilfstransportes in diesem Jahr fand aber auch der 1. Vorsitzende der „Kirchlichen Lettlandhilfe“. Kurt Hoppe wies darauf hin, dass es ohne die große und uneigennützige Spendenbereitschaft der Bürger aus dem Raum Seesen nicht möglich gewesen wäre, in Rauna so tatkräftig, kontinuierlich und gezielt zu helfen. Und das bereits seit vielen Jahren.