Engagement der Rhüdener Wehrkräfte ist ungemein hoch

Die SPD Seesen stattete der Feuerwehr in Rhüden einen Besuch ab. (Foto: bo)

SPD-Fraktion bei der Freiwilligen Feuerwehr zu Gast / Über Hochwasserschutz informiert

Rhüden (bo). Gemeinsam mit Bürgermeisterkandidatin Hanna Kopischke besuchte die SPD-Ratsfraktion jetzt die Freiwillige Feuerwehr in Rhüden. Fraktionsvorsitzender Dietrich Krause bedankte sich bei Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke, Ortsbrandmeister Timo Hurlemann und seinem Vorgänger Gerhard Laumann für ihre Erläuterungen zum Einsatz der neuen Sandsackfüllanlage. In der anschließenden Besichtigung des Feuerwehrhauses stellten der Leitstellengruppenführer Marc Hurlemann, stellvertretender Ortsbrandmeister Oliver Rose und Zugführer Mike Illers den Fraktionsmitgliedern die Einsatzmöglichkeiten der Leitstelle vor und beantworteten daneben allgemeine Fragen zur Freiwilligen Feuerwehr Rhüden.
Zunächst wurde den SPD-Fraktionsmitgliedern noch einmal vor Augen geführt, mit welchem Engagement die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Rhüden sich im Falle von Hochwasser um die Sicherheit der Bevölkerung und ihres Eigentums bemühen. Einer der wesentlichen Faktoren dabei sei der rechtzeitige und ausreichende Schutz durch gefüllte Sandsäcke. In der Vergangenheit habe man die Sandsäcke mühevoll per Hand befüllen müssen. Ein schweres Unterfangen, bei mehreren tausend benötigten Säcken während eines Hochwassers. Deshalb sei die Anregung aus den Reihen der Feuerwehr aufgegriffen und nach Recherchen für rund 10.000 Euro aus dem städtischen Haushalt die jetzt bereit stehende Sandsackfüllanlage angeschafft worden. Durch diese werde es möglich, innerhalb einer Stunde 3.000 bis 4.000 Säcke zu befüllen. Trotzdem hoffe man natürlich, dass dieser Einsatz möglichst selten erfolgen müsse.
Die Präsentation der Leitstelle stieß im Anschluss auf das ungeteilte Interesse der SPD-Fraktion. Die Möglichkeiten, die sich hier durch neue Kommunikationsmittel ergeben, seien von größtem Nutzen für die Bevölkerung. Erweiterte Computerprogramme würden eingesetzt, topaktuelle Berichte des Deutschen Wetterdienstes genutzt und exakte Auflaufpläne, die auch andere Organisationen (beispielsweise das Rote Kreuz) einbeziehen, angewendet. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit mit den Planern und Behörden weiter gefestigt und die Erkenntnisse der Feuerwehr – zum Beispiel bei der Veränderung der Pegelhöhe vor Öffnung am Stauwerk – berücksichtigt. Durch all dies sei es gelungen, in der jüngeren Vergangenheit bestmöglich auf die Hochwasserereignisse zu reagieren und Schäden möglichst gering zu halten. „Gleichwohl stellt jedes neue Hochwasser auch die Feuerwehr vor neue Herausforderungen. Jeder Fall stellt sich anders dar,“ so Ortsbrandmeister Timo Hurlemann.
Damit stets genügend Fachpersonal für diese anspruchsvollen Aufgaben zur Verfügung stehe, seien bereits 16 Personen für den Leitstelleneinsatz ausgebildet worden. Daneben finde natürlich die allgemeine Feuerwehrausbildung statt, unter anderem auch für die Jugendfeuerwehr Mechtshausen.
„Die Einsatzfreude und Kompetenz, die wir hier gesehen haben, ist wirklich super,“ so Dietrich Krause abschließend. „Wir hoffen, dass es weiter gelingt, genügend Nachwuchs für diese wichtigen Aufgaben zu begeistern.“