Erfreuliche Botschaft: „IhrPlatz“-Filiale in der Seesener Jacobsonstraße steht nicht auf der Schließungsliste

Die Seesener „IhrPlatz“-Filiale in der Jacobsonstraße steht nicht auf der Schließungsliste. (Foto: Jung)

Sieben Frauen atmen durch / Im Landkreis Goslar ist Clausthal-Zellerfeld betroffen / „Schlecker“: Lichter aus

Seesen (bo). Am Freitag ist die Liste der zu schließenden „IhrPlatz“-Filialen unter www.ihrplatz.de/presse.htm online veröffentlicht worden. Insgesamt werden bundesweit 122 von 612 Märkten geschlossen und dadurch rund 650 von 5350 Arbeitsplätzen abgebaut. Damit, heißt es in der Pressemitteilung, falle der Arbeitsplatzabbau knapp ein Drittel niedriger als erwartet aus. Die von der Schließung betroffenen Filialen würden letztmalig am 7. April geöffnet sein. Die Seesener Filiale taucht in der Schließungsliste nicht auf, sodass die hier beschäftigten sieben Frauen ihren Job behalten können. Im Landkreis Goslar wird lediglich die Filiale in Clausthal-Zellerfeld geschlossen; im Landkreis Hildesheim werden die Filialen in Alfeld/Leine und Bad Salzdetfurth dicht gemacht.
Für die von der Schließung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde eine Transfergesellschaft geschaffen, deren Finanzierung sichergestellt sei. Dies teilte der vorläufige Insolvenzverwalter, Wirtschaftsprüfer Werner Schneider von Schneider, Geiwitz & Partner, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, mit.
Als Transfergesellschaft werde die PTG Projekt- und Trainingsgesellschaft gemeinnützige GmbH fungieren. Für die dezentral eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde es verschiedene Orte geben, um Training und Jobvermittlung optimal umsetzen zu können. Auch zu etwaigen Reisekosten würden unter bestimmten Umständen Zuschüsse gewährt werden können, kündigte Insolvenzverwalter Schneider an.
Als Termin für die Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens sei der 28. März vorgesehen. Wie zuletzt mitgeteilt, sei die Investorensuche bereits angelaufen. „Wir machen hier ein attraktives Angebot und sind auf entsprech­endes Interesse gestoßen“, kommentierte der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider den laufenden Prozess. „Nun müssen sorgfältig die Gespräche mit potenziellen Interessenten geführt werden.“ Dies könne unabhängig von „Schlecker“ geschehen oder in einem gemeinsamen Paket-Deal. A propos „Schlecker“: In Seesen gingen am Sonnabend um 13 Uhr die Lichter aus.