Erhöhte Vorsicht an Bushaltestellen

Sicherheit geht vor! So wie hier an der Bushaltestelle der Grundschule am Schildberg sollten Autofahrer erhöhte Vorsicht walten lassen – zur Sicherheit der Kinder.

Neue ABC-Schützen sind Anforderungen imStraßenverkehr nicht immer gewachsen

Nach dem Schulbeginn erinnert die Polizei an die erhöhte Vorsicht an Bushaltestellen. Ein Blick auf unsere Straße verrät es: die Schule hat wieder angefangen. Mittlerweile mischen dabei auch die neuen ABC-Schützen mit. Grund genug, sich eines nochmals vor Augen zu führen: Kinder können den hohen Anforderungen im Straßenverkehr noch nicht vollends gerecht werden. So werden zum Beispiel Gefahrensituationen nicht als solche erkannt und Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt. Daher unterliegen sie besonderen Gefahren im Straßenverkehr. Mit der Einschulung hat ein neuer Abschnitt von immer mehr Eigenständigkeit begonnen – das Zurücklegen des Schulweges. Und der Schulweg bezieht sich dabei nicht nur auf das Umfeld der Schule selbst, sondern auf den gesamten Weg zwischen Haustür und Schule beziehungsweise bei Fahrschülern der Haltestelle des Schul- oder Linienbusses.
Der Verordnungsgeber hat aus gutem Grund besondere Regelungen getroffen, um Kinder, als Verkehrsteilnehmer besonders zu schützen. So müssen sich Fahrzeugführer ihnen gegenüber, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser besonders schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.
Hierzu gehört beim Vorbeifahren auch, einen ausreichend großen Sicherheitsabstand zu ihnen zu wahren. Je nach Situation heißt es dann: anhalten, bis die Situation klar ist, und eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann. Fehlender Blickkontakt ist ein Indiz dafür, dass man als Fahrzeugführer nicht im Fokus der Aufmerksamkeit eines Kindes liegt, so dass die Gefahr beim Passieren besonders groß ist, was nicht zuletzt auch dann gilt, wenn sich Kinder beziehungsweise Kindergruppen an beiden Straßenseiten aufhalten.
Und so erinnert die Polizei im Landkreis Goslar an die besonderen Regeln an Bushaltestellen. Zum Schutz von Kindern, aber auch der Fahrgäste gelten allgemein besondere Vorschriften an Haltestellen des Linien- und Schulbusverkehrs: An Omnibussen des Linienverkehrs, an Straßenbahnen und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen halten, darf, auch im Gegenverkehr, nur vorsichtig vorbeigefahren werden. Omnibusse des Linienverkehrs und gekennzeichnete Schulbusse, die sich einer Haltestelle nähern und Warnblinklicht eingeschaltet haben, dürfen nicht überholt werden. An Omnibussen des Linienverkehrs und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen halten und Warnblinklicht eingeschaltet haben, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist.
Die Schrittgeschwindigkeit gilt auch für den Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn. Die Fahrgäste dürfen auch nicht behindert werden. Wenn nötig, muss der Fahrzeugführer warten. Also: Runter vom Gas und allzeit gute Fahrt!