Erik Homann sucht das Gespräch mit der Talsperren-Gemeinschaft

Bürgermeister berichtet vom aktuellen Planungsstand

Seesen / Bornhausen (bo / uk). Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Talsperre Bornhausen konnten während ihrer jüngsten Zusammenkunft erstmals Seesens neuen Bürgermeister Erik Homann willkommen heißen. Homann berichtete von der konstituierenden Sitzung des Netteverbandes und dem dort mitgeteilten Planungsstand zur Talsperre Bornhausen. Zur für die meisten Anwesenden nicht überraschenden Kostensteigerung von fünf auf acht Millionen Euro wusste Homann zu berichten, dass diese vor allem durch die Änderung aktueller Baunormen, die Ergebnisse des Bodengutachtens und dem daraus resultierenden Einsatz von Spundwänden, der Bewegung der Erdmassen zur Anhebung des nördlichen Wirtschaftsweges und allgemeinen Kostensteigerungen im Baugewerbe zurückzufuühren seien.
Die Stadt Seesen habe an den Baukosten einen Anteil von 1,2 Millionen Euro zu tragen, erläuterte Homann und führte aus, dass das Planfeststellungsverfahren mit der Auslegung der Planungsunterlagen in den nächsten Wochen eröffnet werde. Aus dem Kreis der Anwesenden wurde die Bitte an den Verwaltungschef herangetragen, sich beim Netteverband und dem NLWKN dafür einzusetzen, dass dies nicht in einem Ferienzeitraum geschehe, damit alle Bürger die Möglichkeit und ausreichend Zeit hätten, Einsicht in die Dokumente zu nehmen. Begrüßt wurde von den Zuhörern die Ankündigung Homanns, dass die Unterlagen, die derzeit vom Ingenieurbüro Metzing erstellt werden, zeitgleich zum Versand an die Genehmigungsbehörde NLWKN auch an die IGTB übermittelt werden.
Die anschließenden Fragen betrafen sowohl den Hochwasserschutz im Allgemeinen als auch Detailpunkte der Talsperrenplanung im Besonderen. So wurde sowohl das vom Landkreis Goslar verlangte und im Haushalt der Stadt Seesen nunmehr auch eingestellte Gesamthochwassergutachten angesprochen als auch die augenscheinlich noch ungelöste Zuwegung der südlich der Schildau gelegenen Weideflächen im Einstaufall. Erik Homann sagte für den letztgenannten Fall zu, den neuerlichen Kontakt zwischen der Feldmarkinteressentschaft und dem Büro Metzing herzustellen.
Über den für die meisten Anwesenden wohl wichtigsten Punkt, das Beweissicherungsverfahren für die Immobilien der Anlieger, konnte Homann noch keine detaillierten Angaben machen, versprach aber, in naher Zukunft dazu Auskunft zu geben. Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung dankte Uwe Proboszcz, Vorsitzende der Talsperrengemeinschaft, Bürgermeister Homann dafür, dass er sich den Fragen der Bornhäuser gestellt habe.
In interner Runde informierte der Vorstand die Vereinsmitglieder über die Aktivitäten der vergangenen Wochen. Sven Ladwig berichtete über die mit dem Rechtsbeistand besprochenen, nächsten Schritte zur Vorbereitung auf das Planfeststellungsverfahren und die noch notwendigen Schritte zur Unterstützung durch Fachgutachter.
Nach einer intensiven Diskussion kamen die Anwesenden überein, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten, um gemeinsam dafür einzutreten, dass im Fall des Talsperrenbaus ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für die Anlieger gegeben ist.