Erik Homann will sich für bessere Radwege einsetzen

Bürgermeisterkandidat Erik Homann und seine Familie sind begeisterte Radfahrer. Um die Attraktivität des Radfahrens in der Region zu steigern will er sich für bessere Radwege einsetzen. (Foto: bo)

Radfahrer sind im Stadtgebiet Seesen und in den Ortschaften noch viel zu selten unterwegs

Seesen (bo). Dabei bietet das Fahrrad als Verkehrsmittel viele Vorteile. Fahrradfahren ist gesund, weil es Bewegung und frische Luft verschafft. Für ein Fahrrad findet man immer einen Parkplatz. Kurze Wege können teilweise schneller als mit dem Auto zurückgelegt werden. Die Umwelt wird nicht mit Abgasen belastet und es belebt die Innenstädte.
Alle diese Argumente reichen aber offensichtlich noch nicht aus, um den Großteil Menschen dazu zu bewegen, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen.
Das liegt einerseits natürlich an der allgemeinen Bequemlichkeit. In einer hügeligen Landschaft, wie hier in Seesen, ist das Fahrradfahren, wenn es nicht gerade bergab geht, sehr anstrengend. Andererseits lässt sich die mangelnde Fahrradbegeisterung auch darauf zurückführen, dass das Radwegenetz in Seesen im Vergleich zu vielen anderen Städten sehr unattraktiv ist.
Hier besteht Handlungsbedarf. Dafür spricht auch die wachsende Beliebtheit der sogenannten E-Bikes, also der Fahrräder, die einen elektrischen Hilfsmotor haben und damit teilweise Geschwindigkeiten deutlich über 20 km/h erreichen können. Diese Fahrräder werden auch in dieser Region das Fahrradfahren beliebter werden lassen.
Außerdem ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass der Fahrradtourismus zunimmt. Auch durch die Stadt Seesen führt ein bekannter Radwanderweg, über dessen Routenverlauf man sich im Internet unter www.euroroute-r1.de informieren kann. Seesen befindet sich also auch für den Radverkehr an einem Verkehrsknotenpunkt. Es wäre wichtig, den Fahrradtouristen eine fahrradfreundliche Stadt präsentieren zu können. Dann bestünde auch die Möglichkeit, diese Menschen als Übernachtungsgäste oder wenigstens für eine kurze Pause in Seesen zu gewinnen.
Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg hat diese Entwicklung übrigens zum Anlass genommen, ihre Radverkehrsstrategie zu modernisieren und damit die ganze Region fahrradfreundlicher werden zu lassen. Auch daran kann in dieser Region angeknüpft werden. Zudem besteht die Möglichkeit von Fördergeldern zu profitieren, wenn wir hier vor Ort ein entsprechender Beitrag geleistet wird.
Der Bürgermeisterkandidat Erik Homann hat sich daher zum Ziel gesetzt, das Radverkehrskonzept in Seesen und den Ortsteilen zu verbessern. Hohe Kosten müssen dadurch nicht unbedingt entstehen. Viele Städte sind dazu übergegangen, die Radwege durch Fahrbahnmarkierungen auf die Straße zu verlegen. Das hat den Vorteil, dass beim Abbiegen keine Fahrräder mehr hinter parkenden Autos „hervorschießen“ können. Außerdem ist der Rollwiderstand auf der Straße deutlich geringer, als auf den Bürgersteigen.
In Seesen und den Ortsteilen müssen Radfahrer auf vielen Strecken ohnehin die Straße nutzen, da es keine besonders ausgewiesenen Radwege gibt. Eine Fahrbahnmarkierung wäre daher in jedem Fall eine Verbesserung, die im Übrigen auch die Verkehrssicherheit für Kinder erhöhen würde.