Erlös vom Damenmeeting für den AKIT

Ludmila Heitmann (Bildmitte) leitet als Integrationsbeauftragte den AKIT in Seesen. Um weiterführende Veranstaltungen zu finanzieren, soll der Erlös des Damenmeetings für die Institution zur Verfügung gestellt werden.

Christiane Homann, Heike Hammer-Geries, Kerstin Richter und Kerstin Conzen laden zu Charity-Abend ein

Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Damenmeeting in Seesen geben. Nachdem im vergangenen Jahr die bisherigen Organisatorinnen ihr Amt zur Verfügung gestellt hatten, hat sich nun ein neuer Kreis engagierter Frauen gefunden, die die Charity-Veranstaltung fortführen möchten. Ein Quartett bestehend aus Christiane Homann, Heike Hammer-Geries, Kerstin Richter und Kirsten Conzen möchte das Damenmeeting weiter fortführen und hat entsprechend eingeladen.
Das Damenmeeting 2014 findet am Freitag, 14. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus statt. Anstatt wie in den vergangenen Jahren Zwiebelkuchen, soll es internationale Speisen geben. Und das hat seinen guten Grund: Die Spenden sind bestimmt für den Arbeitskreis Integration in Seesen, kurz AKIT.
Der AKIT existiert seit Januar 2007. Dank der Unterstützung der Baugenossenschaft „Wiederaufbau eG“ erhielt die Gemeinschaft seinerzeit eine Wohnung, die man für Treffen kostenlos zur Verfügung gestellt bekam. Seit 2010 ist Ludmila Heitmann als Integrationsbeauftragte hier tätig. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören die Beratung und Unterstützung von Bürgern mit Migrationshintergrund, Begleitung bei Behördengängen, Vermittlung von Kontakten zu Spätaussiedlern zur Förderung von Erfahrungsaustauschen mit Landsleuten, Organisation der Frauengruppen, Beratung bei Jugendlichen und vieles mehr.
Die Spenden vom Damenmeeting sollen verwendet werden, um die Integration in Seesen zu verbessern. Dazu Ludmila Heitmann: „Wir stellen uns vor, Themenabende oder Informationsveranstaltungen durchzuführen, beispielsweise im Bereich Kindererziehung, Gesundheit oder Kultur, um die Sprachkompetenzen einzelner Teilnehmer zu fördern und Sprachhemmungen abzubauen.“
Ein gutes Beispiel dafür sind, laut Ludmila Heitmann, die Spätaussiedlerfrauengruppe, bestehend aus 30 Personen, die internationale Frauengruppe, bestehend aus 15 Personen, und eine Seniorengruppe bestehend aus acht Personen.
Der AKIT sei an einem Punkt angelangt, wo man schon soweit sei, dass die Teilnehmerinnen sich derartige Veranstaltungen wünschen. In der Vergangenheit war dies, durch die geringen Sprachkenntnisse, nur bedingt möglich.
Die Teilnehmer erlernen die deutsche Sprache in Sprachkursen, die von dem „Integrationstreff“ AKIT angeboten und von der Stadt Seesen finanziert werden – doch diese Finanzierung reiche oft nicht aus, um die Integrationsarbeit in allen Lebensbereichen zu fördern.
Denn ein Sprachkurs alleine reiche oftmals nicht aus um das Gefühl der Integration zu vermitteln. Dort bedarf es Angebote, die über den Sprachkurs hinaus gehen. Genau diese Angebote möchte man gemeinsam mit den Bürger mit Migrationshintergrund der Stadt Seesen erarbeiten, planen und durchführen.