Erlös vom Herrenabend überreicht

Göttinger
Elternhaus und CeVit mit 25.000 Euro bedacht

Über 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft treffen sich seit 19 Jahren regelmäßig Anfang Februar zu einem geselligen Abend mit politischer Prominenz in Harriehausen bei Bad Gandersheim, um für den guten Zweck, in diesem Fall für das Göttinger Elternhaus und das Centrum Viszerale Tumortherapie (CeViT) im Universitäts-Krebszentrum Gelder zu generieren. Nun wurde der Erlös in Höhe von 25.000 Euro zu gleichen Teilen übergeben. Aus dem sogenannten „Herrenabend“ erwachsen Jahr für Jahr großzügige Spenden. Diesmal gehen zu gleichen Teilen jeweils 12.500 Euro an das Centrum Viszerale Tumortherapie (CeVIT) im Universitäts-Krebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen und an den Verein „Elternhilfe für das krebskranke Kind“. Die Spende für das CeVIT wird für die regionale Versorgung krebskranker Patienten eingesetzt – das bedeutet, dass auch die Region Seesen/Bad Gandersheim davon direkt profitiert. An dem überregional bedeutsamen Abend nehmen regelmäßig hochrangige Politiker aus Hannover teil.
Das Centrum Viszerale Tumortherapie (CeViT) im Universitäts-Krebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen befasst sich an der Schnittstelle von vorklinischer Forschung und klinischer Entwicklung mit der chirurgisch-onkologischen Behandlung von gastrointestinalen Tumoren. CeVIT bündelt ein Netzwerk von Kooperationspartnern mit hoher medizinischer Expertise und organisiert klinische Studien zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse und damit der Prognose durch Individualisierung der Therapiemöglichkeiten. Das CeViT prüft dabei, ob sich Patienten für eine Studienteilnahme eignen.
Im Göttinger „Elternhaus für das krebskranke Kind“ wohnen jährlich etwa 150 Familien, deren Kinder mit den unterschiedlichsten Erkrankungen in der Kinderklinik der Universitätsmedizin Göttingen behandelt werden. Familien können damit in unmittelbarer Nähe zu ihren Kindern übernachten. Zudem erhalten sie Hilfe und Unterstützung durch drei psychosoziale Fachkräfte, die die Eltern in der oft lebensbedrohlichen Situation der Kinder begleiten.
„Wir sind Ihnen unendlich dankbar, denn was sie tun ist alles andere als selbstverständlich“, erklärte vom Vorstand der „Elternhilfe für das krebskranke Kind“, Otfried Gericke.
Vor Ort im Elternhaus in Göttingen statteten vom Organisationsteam Dieter Brinkmann aus Dannhausen, Sigrun Traupe aus Harriehausen sowie Claus Beckmann aus Seesen dem Elternhaus einen Besuch ab und ließen sich eingehend über die aktuelle Situation der Einrichtung informieren. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass das Elternhaus weiterhin auf Spenden angewiesen ist, um die Finanzierung der Einrichtung auch künftig sicherzustellen. Gerade für die psychosoziale Betreuung vor Ort werde Geld benötigt, erklärte Otfried Gericke.
Der Betrag, der jetzt übergeben wurde, entstammt der Benefizveranstaltung vom Februar dieses Jahres, zu der sich auch diesmal wieder rund 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zum traditionellen Schlachteessen in Traupes Ten­ne in Harriehausen eingefunden hatten.
Die Bedeutung dieses Abends hat sich mittlerweile weit über die regionalen Grenzen bis in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover herumgesprochen. Meist nimmt ein Kabinettsmitglied an der Veranstaltung teil; im vergangenen Jahr der Fraktionsvorsitzender der CDU im Niedersächsischen Landtag und designierte Ministerpräsident, David McAllister, der sich wie viele seiner Vorgänger anerkennend zu der Arbeit des Elternhauses äußerte.
Neben der Spende für das Elternhaus erfuhr wie erwähnt erstmals auch das Centrum Viszerale Tumortherapie (CeViT) im Universitäts-Krebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen Gelder – und zwar genau 12.500 Euro.
Die Initiative zur Benefizveranstaltung „Herrenabend“ war 1992 vom damaligen Präsidenten des Lions-Clubs Seesen-Bad Gandersheim, Friedel Traupe, ausgegangen. Seit einigen Jahren ist die Ausrichtung auf ein Organisationsteam übergegangen, das die Ziele weiterträgt.
Nach der Visite durch das Elternhaus in Göttingen bedankte sich die Vorsitzende der Elternhilfe für die großartige Unterstützung. Mit der Zusage, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Herrenabend für das Elternhaus geben werde, verabschiedeten sich die Gäste aus dem Vorharz.