Erwarteter Ansturm auf Verschenk-Börse

Angebot und Resonanz beim „Zu-schade-für-den-Müll-Basar“ im Bürgerhaus ließen nichts zu wünschen übrig.

Am Samstag hieß es im Bürgerhaus wieder „Zu schade für den Müll“ / Erlös für Ganztagsgrundschulen gedacht

Es hat den Anschein, als ob viele Seesener das erste Wochenende im Mai und jenes im November schon fest „gebucht“ haben und jedes Jahr aufs Neue dick im Kalender markieren. Denn immer dann lädt die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Seesen, kurz AsF, zum sogenannten „Zu-schade-für-den-Müll-Basar“ ein; und immer dann ist der Andrang riesengroß.
Bei der ersten „AsF-Börse“ dieses Jahres am vergangenen Samstag war das nicht anders. Schon lange bevor um Punkt 10 Uhr der Startschuss fiel, hatte sich vor dem Bürgerhaus eine dichte Menschentraube gebildet. Kein Wunder, denn bekanntlich wird bei dieser Veranstaltung wirklich alles, was auf und unter den Tischen und Bänken im Bürgerhaussaal angeboten wird, grundsätzlich kostenlos abgegeben. Lediglich um eine Spende für den guten Zweck wird gebeten.
Das Verschenk-Sortiment ließ auch diesmal keine Wünsche offen. Sachbücher und Romane, Spiele, Geschirr in Hülle und Fülle, Küchenmaschinen, Elektrogeräte, Deko-Artikel und Tonwaren, ja sogar ein Tablettwagen waren auf der einen Seite ausgemustert und abgegeben worden und fanden auf der anderen einen neuen Besitzer. Auch das Bekleidungsangebot konnte sich sehen lassen. Mit leeren Händen ging an diesem Vormittag wohl niemand nach Hause.
Überflüssig zu erwähnen, dass sich AsF-Vorsitzende Bettina Lechthaler-Schiedt und ihre Genossinnen mit der Resonanz mehr als zufrieden zeigten. Und auch in der Spendendose klapperte und raschelte es ordentlich. Dazu trug maßgeblich wohl auch der Umstand bei, dass die AsF-Frauen auf männliche Unterstützung zählen konnten. Dem Charme des achtjährigen Louis Fiedler, der zusammen mit Mutter Sandra am Ausgang um einen Obolus bat, konnte niemand widerstehen.
Die Adressaten des so gesammelten Geldes kann es nur freuen. Wie Bettina Lechthaler-Schiedt dem „Beobachter“ verriet, soll der Erlös den drei Ganztagsgrundschulen im Stadtgebiet – also Grundschule Jahnstraße, Grundschule Am Schildberg und Grundschule Münchehof – beziehungsweise deren Fördervereinen zugute kommen. „Bei der Nachmittagsbetreuung für die Jungen und Mädchen sind die Spenden gut aufgehoben“, ist sich die Vorsitzende sicher.
Nun ist so eine Schnäppchenjagd zuweilen ja recht anstrengend, und so hatten die AsF-Frauen auch diesmal dafür gesorgt, dass sich die Besucher bei Kaffee, Getränken und einem kleinen Snack eine Verschnaufpause gönnen konnten.