Et Austerfuier, de Auster-Fackeln un et Austerwater

Plattdeutsche Geschichten – Uppeschrieben von Loni Meinecke

Heuer annen Hoarzranne word 2 Dage vuur Austern et Austerfuier biuet.En aulen Briuk noch iuter Germanenteut. Et Freujoahr solle kumen.De Winter konne gahn.
De gröteren Jungens un de Konfermanden moßten mie vereinten Kräften den Austerbaum halen un uppstellen.He word mie Stoinen jestützet. An leuwersten wörrn Beakengaffeln enuhmen. De Jungens moßten niu viele Dannhecke tehaupe seuken ümme den Austerbaum greun teatedecken.Et was mannig Feuer mien Päre un Woagen tehalen. Se harren viele Arbeut damie. Et moßte ne hübsche Kegelforn behaulen, un nur de erfoahrenen Jungens konnen dat uppstellen, de Erfahrunge word an de jüngeren woier gieben.Dat Austerfuier moßte auk bewachet wern, denne iuten Nahbardörpern hebbet de Junges gleuk mal de Tannhecke klauet oder vur Austern all annestuken. Fur de Kindere was dat Austerfuier wat besonderet. Et gaff ne Auster-Fackel. Düsse Fackel word sülmst emaket iuten Stücke Dannenholt mie vielen Spalten un Holtkeilen inne . Se Word an Uben jedreujet oder naen Bäcker brocht, dat se inner Backestube de leste Dröge krichten. Se konnen denne better brennen.En iersten Austerdag gung et Oabends naen Austerfuier un et word efackelt, dat de Heide wackelt.
En bannigen Spoaß fur de Kinner un auk graute Luie. Fur de Friusluie was de Tradition : dat Austerwater halen.Austerwater moßte vonner Quelle langet wern, de nich in Dörpe was, un inner Austernacht twischen Klocke twölwe un Klocke eine.Da moßte man mien Kreage hengahn, un nein Wurt spreken, hen nich un teruie auk nich un giejen denStrom schöpfen. Dat Austerwater was denne heilsam un word fur alle möglichen Heilmethoden enuhmen.
Et was en Spoaß fur de Jungens, de Mäkens Underwechens tean spreken te bringen, denne wass et kein Heilwoater mehr, denne wasset Nölewater Aber mehrstens het et eklappet, man briuke ja fur dat Veihtuich un ein sülmst , Heilwater.