Fachgeschäfte sind auch immer Treffpunkte

Mit Bewertungsbogen nahmen 15 Händler die Frechdachs-Filiale genau unter die Lupe.

Frechdachs-Filiale in der Poststraße überzeugt bei Fachleuten durch Ambiente und Sortiment

Die Aufmachung und das Ambiente eines Ladengeschäfts hat großen Anteil am unternehmerischen Erfolg. Wenn sich Kunden in den Geschäftsräumen wohlfühlen und das Angebot ansprechend präsentiert wird, sind die Chancen um ein Vielfaches größer, etwas zu verkaufen.

Das wissen auch die Eheleute Olaf und Katja Giebeler, die mit ihren Fachgeschäften „Frechdachs – spielen und lernen“ gleich dreimal erfolgreich in der Region vertreten sind. Neben ihrem Laden in Seesen, der erst vor Kurzem in der Poststraße auf großzügiger Fläche in Kombination mit der Postfiliale neu eröffnete, betreiben sie auch in Rhüden und dem Flecken Lutter Geschäfte. Dort hat sich auch die Kombination aus Post und Schreibwarengeschäft erfolgreich entwickelt.
Jüngst bekam das Unternehmer-Ehepaar Besuch von einer Kommission der Prisma Fachhandels AG, eine Gesellschaft in der bundesweit zahlreiche Fachgeschäfte aus dem Bereich Papier, Büro- und Schreibmaterialien (PBS-Branche) organisiert sind. Die Prisma Fachhandels AG steht dem Fachhandel nicht nur mit Rat und Tat bei der Firmengründung zur Seite, sondern ist auch mit Ratschlägen zur Stelle, wenn der Betrieb schon läuft.
Die Prisma Fachhandels AG zählt deutschlandweit rund 860 Mitglieder. Um in der gesamten Republik flächendeckend für die Händler ansprechbar zu sein, ist die AG in elf sogenannte ERFA-Gruppen gegliedert. Diese Gruppen bestehen aus Händlern, die sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch treffen. Solche Treffen werden begleitet von unabhängigen Unternehmensberatern, die den Händlern dabei helfen, besser und erfolgreicher zu werden.
Bei Frechdachs in Seesen waren rund 15 Fachhändler aus Norddeutschland vor Ort, die das Geschäft in der Poststraße genau unter die Lupe nahmen. Ausgestattet mit einer Checkliste zur Betriebsbeurteilung bewerteten sie beispielsweise Punkte wie den „Eingangsbereich“, „Kaufimpulse über das Fenster“, „Hinweise auf Service und Dienstleitungen“ und das „Erkennen der angebotenen Sortimente“.
Michael Purper, Vorsitzender der Prisma Fachhandels AG, bewertete das Geschäft in der Poststraße als besonders gelungen. Vor allem die Kombination mit der Postfiliale sei sinnvoll. „Durch die Kombination mit der Postfiliale kommen natürlich sehr viele potenzielle Kunden in den Laden. Zudem wirkt ein Geschäft auf Unentschlossene deutlich einladender, wenn sich dort schon viele Menschen aufhalten“, erklärt Purper. Ein Urteil, dass auch viele der Händler teilten, die sich akribisch Notizen auf ihren Klemmbrettern machten, die in einer späteren Feedback-Runde ausgewertet wurden.
Auch Unternehmensberater Reinhard Neufer war von der Aufmachung und dem Sortiment der Seesener Frechdachs-Filiale überzeugt. „Das ist ein stimmiges Konzept. Der Laden wirkt freundlich und modern und vermittelt den Eindruck eines kompetenten Fachgeschäfts.“
Michael Purper hatte bei allem Lob am Ende aber doch noch einen kleinen Kritikpunkt. „Manche Regale sind noch etwas zu hoch. In der Regel werden die Regalflächen heute nicht mehr über Augenhöhe aufgestellt.“
Den Vorteil und den besonderem Charme von Fachgeschäften gegenüber dem immer stärke werdenden Online-Handel beschrieb Purper übrigens mit dem Vergleich zu einer Daily-Soap im Fernsehen: „Fachgeschäfte, vor allem in kleinen Orten und Städten, sind auch immer Treffpunkte für die Bürger. Hier tauscht man sich aus und kommt zusammen.“
Dieses Merkmal, und da waren sich zum Abschluss alle einig, erfüllt das Seesener Schreibwarenfachgeschäft „Frechdachs“ in jedem Fall.