Fahrstühle sind noch immer nicht in Betrieb

Bevor die technischen Abnahmen nicht erfolgt sind, können die beiden Aufzüge am Seesener Bahnhof ihren Betrieb nicht aufnehmen.

Erst Ende Juni sollen die Aufzüge am Seesener Bahnhof genutzt werden können

Insgesamt 2,6 Millionen Euro haben sich der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), der Bund und die Deutsche Bahn die Sanierung des Seesener Bahnhofs kosten lassen. Die Arbeiten zum Umbau des Bahnhofs im Zuge der Aktion „Niedersachsen ist am Zug“ sind weitestgehend abgeschlossen.

Umso mehr verwundert sind viele Reisende, warum die beiden neuen Aufzüge am Seesener Bahnhof immer noch nicht in Betrieb sind. Immerhin rund 1800 Gäste nutzen täglich die 70 Züge, die zwischen 5.30 und 23 Uhr den Seesener Bahnhof ansteuern. Der Großteil der Reisenden sind Pendler, die entweder Richtung Braunschweig oder Göttingen zu ihren Arbeitsstellen fahren. Warum also funktionieren die Fahrstühle nicht? Mit dieser Frage hat sich der „Beobachter“ an Detlef Krusche, Leiter Bahnhofsmanagement der DB Station & Service AG mit Sitz in Göttingen gewandt.
„Auch wenn die Fahrstühle im Prinzip fahrbereit sind, müssen wir noch auf einige letzte Genehmigungen warten“, erklärt Krusche auf Nachfrage unserer Zeitung. Die fachtechnischen Abnahmen und auch die TüV-Abnahmen haben bereits stattgefunden. Doch noch stehen einige Überprüfungen der Genehmigungsbehörden aus. Und so lange diese nicht erfolgt sind, können die Aufzüge nicht in Betrieb genommen werden.
Der Zustand soll aber nicht von allzu langer Dauer sein. Schon für Ende Juni hat Krusche die Freigabe der Fahrstühle am Seesener Bahnhof in Aussicht gestellt. „Wir liegen im Plan“, sagt er. Im April des vergangenen Jahres war indes noch kommuniziert worden, dass der Bahnhof Seesen bereits Ende des Jahres fertiggestellt sein wird.
Mit dem Regionalbahnkonzept 2014+ wollen die Verantwortlichen der Deutschen Bahn und vom Zweckverband Großraum Braunschweig sicherstellen, dass auch in Zukunft die Mobilität im Nahverkehr gesichert ist. Aufgrund des demografischen Wandels müsse man sich darauf einstellen, dass sich das Fahrgastaufkommen hin zu den Senioren verlagert. Die Strukturen an den Bahnhöfen müssen diesen Verschiebungen angepasst werden. Daher auch der Einbau der Fahrstühle. Bleibt zu hoffen, dass der avisierte Termin der Freigabe Ende Juni Bestand hat. Viele Reisende ärgern sich auch darüber, dass man außer an einem kleinen Licht nicht erkennen kann, dass die Fahrstühle nicht einsatzbereit sind. Aber auch das wird wohl bald Geschichte sein.