Familienvater aus Seesen missbraucht 13-Jährige

43-jähriger Reifenmonteur wird zu zweieinhalbjähriger Haftstrafe verurteilt / Geschlechtsverkehr einvernehmlich

Weil er ein 13-jähriges Mädchen sexuell missbraucht hat, muss ein 43-jähriger Seesener für zweieinhalb Jahr hinter Gitter.

Der 43-jährige Reifenmonteur räumte über seinen Anwalt vor dem Jugendschöffengericht Seesen die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ein. Er soll demnach im Juli und August des vergangenen Jahres mit der 13-Jährigen dreimal „beischlafähnlichen Geschlechtsverkehr“ ausgeübt haben.
Der Anwalt des von seiner Ehefrau getrennt lebenden Seeseners gab an, dass dies einvernehmlich geschehen sei, und der Angeklagte daher davon ausgegangen sei, er würde dafür nicht bestraft. In einem Tagebuch hatte die Teenagerin die Geschehnisse aufgeschrieben.
Als die 35-jährige Mutter des Mädchen das Niedergeschriebene zufällig las, kam der Missbrauch ans Tageslicht. Wie die Mutter vor Gericht als Zeugin berichtete, habe sich ihre Tochter anschließend für mehrere Monate in einer psychiatrischen Einrichtung behandeln lassen.
Sie sei mit den Handlungen vollkommen überfordert gewesen. Wie aus den Akten hervorgeht, empfinde das Mädchen eine Zuneigung zu dem 43-Jährigem und wolle nicht, dass dieser nun ins Gefängnis müsse. Der 43-Jährige ist selbst Vater dreier Kinder. Er wurde wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in drei Fällen nun zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Oberstaatsanwältin negierte im Übrigen eine pädophile Neigung bei dem 43-Jährigem, er habe offenbar sexuellen Notstand gehabt und das 13-jährige Mädchen dafür missbraucht. Eine unverzeihliche Handlung, die nun mit Haft bestraft wird.