Farben aus dem Feuer

Museumsleiter Friedrich Orend, Margarete Nussbaum, Renate Wächter und Bürgermeister Erik Homann eröffneten am Mittwochabend die Ausstellung „Farben aus dem Feuer“ im Städtischen Museum.

Beeindruckende Ausstellung der Berliner Künstlerin Renate Wächter im Städtischen Museum eröffnet

Wir benutzen alle täglich Dinge, die aus Email sind: Herd, Kochtöpfe, Kühlschrank. Aber was wissen wir eigentlich über dieses Material? Was ist Email? Wo kommt es her? Antworten auf diese Fragen gab am Mittwochabend die Berliner Künstlerin Renate Wächter, die im Städtischen Muesum ihre Kunst- und Schmuck-Ausstelleung „Farben aus dem Feuer“ eröffnete.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Erik Homann gab Hausherr und Museumsleiter Friedrich Orend einen Einblick in die Vita der Künstlerin. Es war ein Geschenk, ein Halsband als Emailarbeit gefertigt, das sie gefangen nahm. Fortan begann sie sich näher mit der Technik zu befassen.
Ihre Begeisterung für diese nicht alltägliche Spielart von Kunst blieb auch ihrem Mann nicht verborgen, der ihr einen Spezial-Brennofen schenkte. Der zusäztliche Kontakt zur bekannten Email-Künstlerin Vera Oswald prägte die weitere Entwicklung. Als Renate Wächter dann so langsam mit ihren Arbeiten zufrieden war, erfolgte der Schritt an die Öffentlichkeit. Für ihre Arbeiten erhielt die Künstlerin allerorten viel Lob. Ihre Arbeiten sind in Gemeinschaftsausstellungen bereits in Metropolen wie St. Petersburg, New York oder Tokio gezeigt worden.
Während der gut besuchten Vernissage im Museum gab Renate Wächter nun auch im beschaulichen Seesen Einblicke in ihre Kunst. So ist Email definiert als dauerhafte Verbindung zweier unterschiedlicher Materialien – laienhaft gesprochen Glas und Metall, die bei einem Schmelzprozess bei 1000 Grand im Feuer verbunden werden. Im Gegensatz zu Öl-, Aquarell- und Acrylfarben entstehen beim Schmelzprozesss transparente lichtdurchlässige Farben sowie opake, lichtundurchlässige Farben. Genau das bringt die Andersartigkeit eines Emailbildes. Das Licht steigert die Farbintensität, es dringt bis auf den Metalluntergrund durch. So erscheint ein Emailbild zu jeder Tageszeit ein wenig anders. Bevorzugte Objekte der Kunst Wächters sind Blumen, die Motive für ihre Bilder sucht sie in ihrer näheren Umgebung in Brandenburg mit seiner schwarzen Erde, in Mecklenburg mit seinen Rapsfeldern oder auf Reisen.
Im Anschluss an die Eröffnung nutzten viele Besucher die Gelegenheit für einen Rundgang durch die Ausstellung, die einmal mehr unter der Mitarbeit von Margarete Nussbaum konzipiert wurde. Noch bis zum 26.Januar ist die Ausstellung „Farben aus dem Feuer“ von Renate Wächter im Städtischen Museum zu sehen.