„Faslabend“ beim Harzklub Seesen

Der Strohbär stellte schon früher den Winter dar.

Traditionelle Schlachtewurst und Hallerbrot bei Niederdeutscher Fastnacht im Hotel „Wilhelmsbad“

Auch in diesem Jahr wird wieder der traditionelle Faslabend gefeiert und zwar am Sonnabend, 8. März ab 19 Uhr im Hotel „Wilhelmsbad“. Es ist bereits der 48. Faslabend!

Diese Art Niederdeutsche Fastnacht geht in den Ursprüngen schon viele Jahrzehnte zurück. Damals war es üblich zum Ende der Winterszeit sich bei Schlachtewurst und Hallerbrot oder auch Hallerkuchen genannt zu einem gemütlichen Abend zusammen zu finden. Die Wurst wird wieder nach alten Rezepten selbst hergestellt (natürlich von lizenzierten Hausschlachtern) und auch das Brot ist eine seltene Delikatesse und wird exklusiv nur für den Harzklub hergestellt.
Am Fastnachtswochenende ging die Dorfjugend, meist mit Musik durch ihren Ort. Dazu gehörten allerlei verkleidete traditionelle Figuren.
Die Kinder hatten einen sogenannten „Fuie“-Busch aus Fichtenzweigen dabei und die Passanten bekamen damit einen symbolischen „Streich“. Durch das Berühren mit dem Grünzeug sollte neue Kraft für das Frühjahr eingeflößt werden. Außerdem gehörte dazu der Strohbär, der den Winter darstellte und nun mit Musik, zum Beispiel von der Teufelsgeige, dem Akkordeon und mit den Knallen der Fuhrmannspeitschen vertrieben werden soll. Weiterhin gab es den Gaffelträger, der die gesammelten Würste an seiner Gaffel aufhing und durch den Ort trug. Alle Spenden, die gesammelt wurden, konnten dann an diesem anschließenden lustigen „Faslabend“ verzehrt werden.
Diese Szenen können die Gäste auch an dem diesjährigen „Faslabend“ wieder erleben, wenn es nach dem Essen heißt: „Heut ist Faslabend“, gesungen von der Jugend- und Heimatgruppe. Beide Gruppen haben wieder ein spezielles Programm einstudiert.
Auch Gäste sind dabei, in diesem Jahr die „Nonnen“ aus Nauen, sowie vom MTV Bornhausen die Tänzerinnen mit besonderen Darbietungen.
Der Kartenverkauf findet nur am Dienstag, 18. Februar in der Zeit von 17 bis 18 Uhr im Bürgerhaus, Raum 7, statt.
Wer keine Wurst und Brot möchte, kann natürlich auch „ohne Essen“ durch den Kauf einer Eintrittskarte dabei sein. Die Veranstaltung ist nicht nur für Harzklubler, auch Gäste sind wie immer herzlich willkommen.