FDP wählt Bundestagskandidaten

Der Wolfenbütteler FDP-Kreisverbandsvorsitzende Björn Försterling (links), und Ralf Ludwig, Vorsitzender des Kreisverbandes Salzgitter (rechts), gratulieren dem frisch gekürten Kandidaten Jens Neubert.

Jens Neubert tritt für die Freidemokraten an

Jens Neubert möchte in den Bundestag. Der 51-Jährige aus Salzgitter ist der Kandidat der FDP für den Wahlkreis 49 (Salzgitter-Wolfenbüttel). Neubert lebt seit 1994 in Salzgitter-Gebhardshagen, doch nun zieht es ihn nach Berlin. Der FDP sei er schon immer verbunden gewesen, erzählte er in seiner Vorstellungsrede bei der Wahlkreismitgliederversammlung in Lebenstedt. Nun wolle er gerne auch persönlich seinen Beitrag leisten, dass die Freidemokraten wieder in den Bundestag einziehen.
Über sein bisheriges Engagement in Schulelternräten und seinen Beruf als Unternehmer im Einzelhandel ergeben sich Themenschwerpunkte, die er politisch verfolgen will: Bildungspolitik und Inklusion gehören dazu, aber auch der Umgang mit mittelständischen Unternehmen. „Sie können sich gar nicht vorstellen, mit was für einer Bürokratie der Einzelhandel zu kämpfen hat“, sagte er mit Hinblick auf die Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohns. Die Kontrollmaßnahmen kosteten Zeit und Geld – „dabei zahlt ohnehin kaum jemand nur den Mindestlohn“.
Ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen stimmten die Mitglieder für Neubert als Kandidaten und sicherten ihm Unterstützung zu. Gemeinsam wolle man in dieses für die Liberalen entscheidende Wahljahr gehen, lautete der Tenor. Auch Björn Försterling, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Wolfenbüttel, unterstrich die Bedeutung dieses Jahres für die Freidemokraten. „Wir müssen verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen“, sagte er. Die Stimme der Vernunft müsse mit der FDP zurück in den Bundestag finden. „Etwa im Bereich Sicherheitspolitik: Die einen rufen nach strengeren Gesetzen, wo die bestehenden nicht einmal konsequent durchgesetzt werden. Und die Opposition im Bundestag beschäftigt sich mit absurden Diskussionen über die Kölner Silvesternacht.“
Auch in der Finanzpolitik sei mehr Umsicht vonnöten. „Bei den Milliardenüberschüssen wird gerne übersehen, dass es die Bürgerinnen und Bürger sind, die sie erwirtschaftet haben, nicht der Staat.“ Man müsse, statt das Geld mit vollen Händen auszugeben, für den Moment vorsorgen, da die Zinsen wieder steigen.
Zur Kandidatur Neuberts sagte Försterling, er freue sich, dass ein motivierter Kandidat gefunden sei, der die Sorgen des Mittelstandes kenne und anpacken wolle.