Feuerwehr-Nachwuchs erhält erste Auszeichnung

Kuppeln von Saugschläuchen beim Stechen – die Nachwuchsbrandschützer legten sich mächtig ins Zeug.
 
Setzen eines Standrohres (Aufgabe zum Erhalt der Jugendflamme).

Nachträglich zum Jubiläum der Jugendfeuerwehr Ildehausen fand im Ort ein Orientierungsmarsch statt

Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Müller hatte die sieben Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet Seesen am Wochenende nach Ildehausen zum Orientierungsmarsch mit gleichzeitiger Abnahme der Jugendflamme Stufe 1 eingeladen. Auf einer über fünf Kilometer langen Strecke durch und um Ildehausen gab es insgesamt sieben Stationen des Orien­tierung­smarsches und vier Stationen für die Jugendflamme zu absolvieren.
35 junge Feuerwehrfrauen- und Männer wurden für die Abnahme des ersten zu erreichenden Abzeichen in der Jugendfeuerwehr gemeldet. An drei Stationen des Orientierungsmarsches warteten auf die Anwärter zu den üblichen Aufgaben auch Aufgaben, die zum Erhalt des Abzeichens erfolgreich absolviert werden mussten.
Zum Beispiel musste ein Standrohr in einen Hydranten gesetzt und dabei jeder Schritt erklärt werden, Knoten und Stiche angelegt und benannt, oder ein Notruf abgesetzt werden. Auch der Umgang mit weiteren Feuerwehrtechnischen Gegenständen war gefragt. Wer alle Aufgaben erfolgreich meisterte sollte am Nachmittag die Auszeichnung erhalten.
An den Stationen des Orientierungsmarsches wartete dann keine Feuerwehrtechnik, sondern Geschick, Spiel und Spaß auf die Jugendlichen. Zum Beispiel musste ein mit Wasser gefülltes Rohr von Jugendlichen zu Jugendlichen gegeben werden und am Ende in einem Eimer gefüllt, dabei waren beide Seiten des Rohres offen.
An einer anderen Station galt es so viele Punkte wie möglich beim „Leiterball“ zu erreichen. Zwei Bälle, dazwischen eine Schnur und dann aus drei Meter Entfernung auf eine Leitersprosse werfen. Wenn alles gut ging wickelten sich die Bälle um die Sprosse. Sah leichter aus als es ist. Nach zirka drei Stunden, fünf Kilometer und ganz viel Spaß waren die Gruppen wieder an der Feuerwache in Ildehausen angekommen und konnten eine Bratwurst oder ein Steak verspeisen. Eine willkommene Stärkung nach dem Marsch.
Es war so knapp auf den vorderen Plätzen, dass noch kurz vor der Siegerehrung ein Stechen zwischen zwei Jugendfeuerwehren durchgeführt werden musste. Schnell wurde alles nötige für das Einrichten einer Wasserentnahmestelle bereitgelegt und dann um die Wette gekuppelt.
Dabei konnte ein Sieger ermittelt werden. Um 15 Uhr konnte Stadtjugendfeuerwehrwart Müller dann die Siegerehrung beginnen. Als Gäste konnten Ortsbürgermeister Michael Conzen, Feuerschutzvorsitzender Norbert Stephan, Ehrenstadtbrandmeister Manfred Struck und einige Stadtkommandomitglieder begrüßt werden.
Als erstes wurde die Jugendflamme verliehen. Alle 35 Bewerber haben die Aufgaben erfolgreich gemeistert und erhielten ihre Auszeichnung. Weiter ging es mit der Siegerehrung des Orientierungsmarsches. Mit 11 Punkten Vorsprung hat sich die Gruppe aus Herrhausen gegen die Gruppen Kirchberg und Seesen 1 durchgesetzt. Bei der Betreuerbewertung hatte der Betreuer der Gruppe Münchehof die Nase vorn.


Die Platzierungen: (Auswertung Jugendfeuerwehr) 1: Herrhausen (447 Punkte), 2. Kirchberg II (436), 3. Seesen I (435), 4. Rhüden (406), 5. Bornahsuen I (393), 6. Münchehof (392), 7. Bornhausen II (340), 8. Kirchberg I (334), 9. Seesen II (330).
(Auswertung Betreuer). 1. Münchehof (117), 2. Seesen I (38), 3. Kirchberg I (34), 4. Bornhausen II (33), 5. Herrhausen (30), 6. Kirchberg II (29), 7. Rhüden (27), 8. Bornhausen I (26), 9. Seesen II (18).