Feuerwehr zum Anfassen: Brandschutzerziehung im Dreierpack!

Das Vorstellen der persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte, soll den Kindern die Angst bei einem Notfall nehmen.
 
Die Kinder zeigten sich von der Arbeit und der Ausrüstung der Feuerwehr beeindruckt.

Kindertagesstätte „St.-Annen-Straße“ fördert den vorbeugenden Brandschutz

Für die Seesener Kindergärten und Grundschulen gehört das Thema Brandschutzerziehung zum alljährlichen Lehrstoff. Doch „Brandschutzerziehung“ was bedeutet das genau? Dieser Frage wollten die Kinder aus dem Kindergarten in der St.-Annen-Straße auf den Grund gehen und vereinbarten gemeinsam mit ihrer Leiterin der Kindertagesstätte, Anja Setzepfand-Herzog, gleich drei Termine zum Thema „vorbeugender Brandschutz“.

Der erste Termin fand bereits im Mai statt. Beide Brandschützer Stephan Marschall und Benjamin Wagner machten sich auf den Weg in die Igel-, Pinguin- und Schmetterlingsgruppe, wo die kleinsten Seesener schon sehnsüchtig auf die beiden Feuerwehrmänner warteten. In einer ganzen Stunde ging es darum, alles über das Thema „Feuer“ zu erfahren und so starteten die Feuerwehrmänner erst mal damit, das Allgemeinwissen der Kinder über die Arbeiten der Feuerwehr abzufragen. Hier stellten die zwei Brandschützer erfreut fest, dass die Kinder bereits bestens – über die Arbeiten der Feuerwehr – im Bilde waren. Im weiteren Verlauf wurde den Kindern der sichere Umgang mit dem Feuer sowie das Absetzen eines Notrufes geschult. „Der lebensrettende Notruf ist eine der wichtigsten Übungen in der Brandschutzerziehung“ so Wagner. Nicht nur die Kinder zeigten sich von der Arbeit und der Ausrüstung der Feuerwehr beeindruckt, auch die Erzieher der einzelnen Gruppen lernten immer wieder neue Details kennen. Nach gut drei Stunden Unterricht in allen drei Kindergartengruppen verlagerte sich der restliche Unterricht nach draußen, dorthin, wo das große rote Feuerwehrauto auf die gespannten Kinder wartete. Hier konnten die Kinder ein echtes Feuerwehrauto aus nächster Nähe anschauen, anfassen und auch einen Schlauch oder ein Strahlrohr in die Hand nehmen.

Nur einen Tag später kamen dann die „größeren Kinder“, die dieses Jahr in die Schule kommen, auf ihre Kosten. Sie besuchten die beiden Brandschützer in der Seesener Feuerwache, um zu sehen, was die Feuerwehr Seesen zur Bewältigung ihrer Aufgaben alles an Fahrzeugen und Werkzeugen vorhält. Am Ende des informativen Tages durften die Kinder das kühle Nass auf „Hütchen“ spritzen und damit spielerisch den lehrreichen Tag beenden.

Den Abschluss der Brandschutzerziehung im Kindergarten der St.-Annen-Straße bildeten die Kinder der Hortgruppe. Hier wurde mit zu Hilfenahme einer Powerpoint Präsentation das Thema Brandschutzerziehung akribisch in Augenschein genommen. In einer ganzen Stunde wurde das Thema – richtiger Umgang mit dem Feuer, der Notruf, die Ausrüstung der Feuerwehr und wie man Gefahren mit Feuer erkennt, bekämpft und sie vermeidet – geschult. Am Ende dieser Stunde führte Stephan Marschall noch einige Selbstversuche rund um das Thema „Löschen und Verbrennen“ durch. Dabei durften sich die Kinder als richtige Feuerwehrleute versuchen und jeweils ein kleines Feuer mit Hilfe einer Löschdecke löschen.
Auch nach diesem Tag folgte noch eine Fahrzeugbesichtigung auf dem Kindergartenhof.

Am Ende der drei „Brandschutz-Tage“ waren sich Erzieher, Brandschützer und Kinder einig: „Brandschutzerziehung“ ist ein wichtiges Thema, das den Kindern die Angst im Umgang mit dem Feuer nimmt und die Zusammenarbeit im Ernstfall mit der Feuerwehr gewährleistet. Anja Setzepfand-Herzog versicherte, dass es auch in den nächsten Jahren wieder eine Brandschutzerziehung im Kindergarten der St.-Annen-Straße geben wird.