Flauschige Patienten

Die kleine Puschelmaus mit dem gebrochenen Bein wurde fachmännisch verarztet.

Kindergarten besucht Teddybärsprechstunde in den Asklepios Kliniken Schildautal

Im Rollenspiel mit dem geliebten Kuscheltier lassen sich die Ängste eines Kindes vor dem Arzt wohl am Besten vertreiben. Darum haben die Asklepios Kliniken Schildautal die sogenannte Teddybärsprechstunde eingeführt. Hier sollen die Kinder auf spielerische Art und Weise für den Besuch beim Arzt vorbereiten werden.
Zu der jüngsten Sprechstunde am Donnerstag kamen insgesamt 19 Kinder vom Kindergarten Am Spottberg in die Klinik. Fest im Griff: ihre flauschigen Kuschelfreunde. Denn Funktionsoberärztin Dr. med. Ulrike Krebs und Krankenschwester Ildiko Bucska hatten im Vorfeld darum gebeten, das kranke Schnuffelschaf oder die Puschelmaus mit dem gebrochenen Bein mit in die Klinik zu bringen. Schließlich dient die Teddybärsprechstunde der Versorgung der flauschigen Patienten.
Höchste Priorität hatte aber zunächst Herr Petz. Herr Petz ist etwa einen halben Meter groß, braun und plüschig. Er musste mit einem Rollstuhl in die Chirurgische Ambulanz gebracht werden, denn er hatte sich ein Bein ausgerenkt. Das war auf den Röntgenbilder ganz klar zu erkennen. Dr. med. Ulrike Krebs und Ildiko Bucska waren hier auf die Hilfe der jungen Besucher angewiesen. Gemeinsam wurde Teddy in Narkose gelegt und beatmet, bevor das Bein wieder gerichtet und geschient werden konnte. Mit einem Lächeln in seinem knuddeligen Gesicht konnte Teddy das Krankenhaus noch am gleichen Tag wieder verlassen.
Besonders spannend ging es gleich im Anschluss weiter: Christian hatte sich für die Ultraschalluntersuchung zur Verfügung gestellt, damit die Kinder sein Herz, die Leber und die Nieren einmal live beobachten durften. Ganz schön spannend – und vorallem vollkommen schmerzfrei. Eine wichtige Erfahrung, die den Kindern die Angst vor medizinischen Geräten nimmt. Und dass das menschliche Herz auch ganz schön laut pochen kann erfuhr die Kindergartengruppe durch zuhilfenahme eines Stethoskops. Nachdem jeder einmal Christians Herz abhorchen durfte, kümmerten sich Dr. med. Ulrike Krebs und Ildiko Bucska um die eigentlichen Patienten des Tages: die Kuscheltiere. Sie wurden unter strenger Aufsicht der Kinder verarztet, getröstet, verbunden und fachmännisch versorgt. So lernten die kleinen Gäste, dass der Besuch beim Arzt sinnvoll und notwendig ist.
Nach dem Aufenthalt in der Chirurgischen Notfallambulanz besuchten die Kindergartengruppen die Behandlungsräume der Physikalischen Therapie. Die Therapeuten ließen die Kinder an verschiedenen Badeölen riechen, sie erst die Kühlmanschette anfassen und dann wieder die Wärme des Rotlichts spüren. Den Abschluss fand diese Exkursion mit einem leckerem Imbiss und dem Satz: „Ich habe keine Angst vor dem Krankenhaus“.