Forstamt schafft zusätzlichen Wohnraum

Die neuen Mauerseglerkästen im Forstamt Seesen.

Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurden neue Bruthöhlen für Mauersegler installiert

Umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten laufen momentan in der Lautenthaler Straße 36. Das Niedersächsische Forstamt Seesen ist daher seit Wochen komplett durch ein massives Baugerüst umstellt.

Aus Gründen des Artenschutzes hatte man mit dessen Aufbau in der obersten Etage gewartet, bis die seit Jahren unterm Dach brütenden Mauersegler ausgeflogen waren und ihre Reise gen Süden angetreten hatten. Mit dem Bauleiter und den beteiligten Firmen wurde vereinbart, dass bei den Dach- und Fassadenarbeiten vorhandene Einfluglöcher und Nistmöglichkeiten erhalten bleiben sollten. Um nun den Mauerseglern, die aufgrund der zunehmenden Isolierung und Abdichtung der modernen Häuser immer weniger Brut­raum finden, zu helfen, wurden eigens dafür beschaffte Nisthöhlen im Bereich der Dachüberstände angebracht. So sind zusätzlich neun Bruthöhlen entstanden. Die Hohlräume hinter den Kästen aus Holzfaserbeton und extra angebrachte Holzleisten sollen auch Fledermäusen ein Sommerquartier bieten.
Die Forstamtsbesatzung hofft auf einen regen Flugverkehr im kommenden Frühjahr und darauf, möglichst viele Nachahmer zu finden, denn: Ein fütterndes Brutpaar kann bei guten Bedingungen an einem Tag 50 Gramm Futter herbeischaffen, was mehr als 20.000 Insekten oder Spinnentieren entspricht.