Frauenquote auch bei Forstwirten ein Thema

Am insgesamt ein Jahr andauernden Vorbereitungslehrgang zur Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister in Münchehof nehmen derzeit insgesamt 13 Forstwirte teil, darunter erst zum dritten Mal eine weibliche Teilnehmerin. Forstwirtin Franziska Theisling arbeitet im so genannten Bundesforstbetrieb Niedersachsen und kommt aus Braunschweig. Sie hat wie ihre zwölf männlichen Kollegen aktuell nur ein erklärtes Ziel: Die Forstwirtschaftsmeisterprüfung zu bestehen. Die Ausbildung hierfür findet überwiegnd im Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBz) in Münchehof statt.
„Die viel diskutierte Frauenquote für Führungskräfte ist mit nur einer Teilnehmerinnen natürlich längst nicht erreicht“, stellt Dr. Karl Schumann, stellvertretender Leiter des NFBz fest. „Aber wir setzen den in den letzten Jahren begonnenen Weg konsequent fort. Ich hoffe natürlich, dass wir beim nächsten Lehrgang noch mehr Teilnehmerinnen dabei haben werden.“
Am 5. Januar ging es in Münchehof schon los und die letzten Prüfungen finden voraussichtlich am 8. Dezember im Forstlichen Bildungszentrum in Magdeburgerforth, Sachsen-Anhalt statt. Nach Münchehof im Januar, Magdeburgerforth im Februar ging es im März ins Haus Zeppelin nach Goslar zum Lehrgang Berufsausbildung und Mitarbeiterführung. Hier gibt es eine wichtige Neuerung: Zusätzlich zu der praktischen Ausbildungseinheit und der schriftlichen Prüfung steht in diesem Jahr erstmals eine Aufgabe zum Thema Mitarbeiterführung auf dem Prüfungsplan.
Im NFBz in Münchehof wiederum stehen derzeit die Fächer Öffentlichkeitsarbeit, Arbeitszeitstudien, Holzvorratsermittlung, Waldverjüngung und der Arbeitsschutz auf dem umfangreichen Stundenplan. Die „eingeschworene Gemeinschaft“ arbeitet die anspruchsvolle Theorie in kleinen und größeren Gruppen teilweise bis in die späten Abendstunden im NFBz durch und diskutiert lebhaft die gestellten Aufgaben oder die noch offenen Fragen.
Die Teilnehmer des Lehrganges kommen aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Die Teilnehmer kommen aus den Niedersächsischen Landesforsten, privaten Forstbetrieben, Forstbetriebsgemeinschaften und dem Forstamt Saarburg. Sie wollen mit dieser beruflichen Qualifikation ihre Aufstiegschancen in ihren Betrieben verbessern und streben dort Führungspositionen an.
Die Voraussetzung zur Teilnahme an der Fortbildung zum Forstwirtschaftsmeister ist die abgeschlossene Berufsausbildung zum Forstwirt oder Forstwirtin und eine mindestens zweijährige Berufspraxis.
Interessierte Forstwirte können sich beim Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum in Münchehof unter der Telefonnumer (05381) 98500 über den nächsten Vorbereitungslehrgang informieren. Der nächste Lehrgang findet voraussichtlich 2017 statt. Weitere Informationen beispielsweise auch zur Ausbildung zu Forstwirten gibt es im Internet unter www.landesforsten.de.