Freizeitanlage und neue Brücke freigegeben

Die neue Brücke offiziell freigegeben: Revierförster Norbert Ehrhard (links) und der Vorsitzende des Heimatvereins Münchehof, Dieter Pöppe, durchschneiden das Band. (Foto: Kiehne)
 
Natürlich unter dem Thema „Brücken“ stand der ökumenische Gottesdienst, den Diakon Gerhard Holze und Pfarrerin Melanie Mittelstädt hielten. (Foto: Kiehne)
 
Viele Gäste ließen es sich anlässlich der offiziellen „Eröffnung“ auf der neugestalteten Freizeitanlage am Pandelbach gut gehen. (Foto: Kiehne)

Heimatverein Münchehof veranstaltet seinen 26. Heimattag aus gegebenem Anlass im Pandelbachtal

Der Heimatverein Münchehof e.V. (HVM) veranstaltete auch in diesem Jahr– und das bereits zum 26. Mal in fast ununterbrochener Folge – seinen Heimattag, der aus gegebenem Anlass diesmal nicht an der Gedenkstätte der ehemaligen Margaretenkapelle und am Hundert-Gülden-Brunnen, sondern im romantischen Pandelbachtal stattfand. Das hatte auch einen ganz besonderen Grund. Es galt im Rahmen dieses Heimattages, die neugestaltete Freizeitanlage am und die nagelneue Brücke über den Pandelbach offiziell zur öffentlichen Nutzung zu übergeben.
Wie bekannt, hat der Heimatverein die am Eingang des Pandelbachtales östlich von Münchehof gelegene, bereits langjährig genutzte Freizeitanlage übernommen und mit viel ehrenamtlichem Engagement und mit finanzieller oder materieller Förderung durch die heimische Wirtschaft sowie verschiedener anderer Organisationen vollständig neu gestaltet.
Auch diesmal stand am Anfang wieder die Frage: Hält es, oder hält es nicht. Gemeint war das Wetter, das zunächst keinen freundlichen Eindruck vermittelte. Doch der Mut der Verantwortlichen, an einer Open-Air-Veranstaltung festzuhalten, wurde belohnt. Bei überwiegend sonnigem Wetter waren so die idealen Rahmenbedingungen für ein wirklich gelungenes Fest gegeben.
Nachdem der Propsteiposaunenchor den Festakt musikalisch eröffnet hatte, ließ es sich der Vorsitzende des Heimatvereins, Dieter Pöppe, nicht nehmen, Mitglieder und Gäste gleichermaßen herzlich zu begrüßen. Sein besonderer Willkommensgruß galt dabei Seesens Bürgermeister Erik Homann, Ortsbürgermeister Joachim Pedroß, dem Revierförster und damit auch dem Hausherren, Norbert Ehrhard, den Mitgliedern des Ortsrates und den Repräsentanten der örtlichen Vereine, Forstdirektor Hans-Ulrich Stolzenburg vom Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum (NFBz), Filialleiter Dieter Kolle von der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK), dem Werkleiter Jens Püster vom Fermacell-Werk und den Mitgliedern des befreundeten Heimat- und Geschichtsvereins aus Gittelde, um nur einige zu nennen.
Im Anschluss daran gestalteten Pfarrerin Melanie Mittelstädt und Diakon Gerhard Holze einen feierlichen Gottesdienst, der von dem Propsteiposaunenchor unter Leitung von Achim Preuße und vom Gemischten Chor „Liedertafel“ Münchehof unter Leitung von Chorleiter Richard Koscielny musikalisch umrahmt wurde. Wie Diakon Gerhard Holze in seiner Predigt hervorhob, habe man mit Bedacht den Gottesdienst unter die Worte aus dem Evangelium nach Johannes von der Hochzeit zu Kana gestellt, weil es auch hier bei der Einweihung der neuen Anlage um ein fröhliches Fest gehe. Gerhard Holze schloss seine Predigt mit Blick auf die neu einzuweihende Brücke mit dem Appell: „Bleiben wir über den heutigen Tag hinaus Brückenbauer der Liebe zu dem Nächsten, auf dass unsere Heimat liebenswert bleibt“. Mit einer besonderen Überraschung wartete Pfarrerin Melanie Mittelstädt während des Gottesdienstes auf. Sie hatte ein vielstrophiges, nachdenkliches Gedicht unter dem Titel „Brückengedicht“ verfasst, das sie gekonnt vortrug. Dabei ging es ihr nicht nur um eine Brücke, „die überwindet, mal Flüsse, mal Gräben und auch mal`ne Wand, die man manchmal erst unüberwindlich fand. Brücken kann`s auch zwischen Menschen geben. Solche Brücken von Mensch zu Mensch gebaut, kann man da finden, wo man sich vertraut“, so Melanie Mittelstädt in einem der Verse.
Nach dem Gottesdienst leitete wiederum Dieter Pöppe den festlichen Akt der offiziellen Übergabe ein. Er erinnerte – wie später auch Ortsbürgermeister Joachim Pedroß – mit freundlichen Worten des Dankes noch einmal an die Geschichte der Freizeitanlage am Pandelbach, die einst vom Damengymnastikclub (DGC) 1973 errichtet und von diesem auch über 40 Jahre unterhalten wurde und in der so manche Begegnungen und Festlichkeiten standfanden. Da der DGC sich aufgrund der Mitgliederstruktur nicht mehr in der Lage sah, die Anlage weiter zu unterhalten, habe sich der Heimatverein nach gründlicher Überlegung entschlossen, sie in seine Verantwortung zu übernehmen und die dringend notwendigen Reparatur- und Erneuerungsmaßnahmen durchzuführen. Dieter Pöppe hob in dem Zusammenhang hervor, dass nicht nur eine neue Brücke über den Pandelbach zu errichten war, sondern dass auch die Schutzhütte neu gestaltet, das Areal um Bänke und Tische erweitert und eine neue Feuerstätte errichtet sowie ein neuer Zaun als Abgrenzung zum Pandelbach aufgestellt werden musste.
In den Mittelpunkt seiner weiteren Ausführungen stellte er dann die Worte: „Stolz – Hoffnung – Dankbarkeit“. Stolz könne der Verein sein, dass es in so kurzer Zeit gelungen sei, diese Freizeitanlage von der Planung bis zur Vollendung alle Arbeiten in ehrenamtlicher Tätigkeit zu verrichten und dass die gesamte Anlage nun in neuem Glanz erscheint. „Hoffnung habe ich“, so Dieter Pöppe, „dass alle Menschen, ob Touristen, Wanderer oder die heimische Bevölkerung, diese neu hergerichtete Anlage nutzen, sie achten und mit ihr schonend umgehen werden.“ Dankbarkeit empfinde er über die finanzielle und materielle Förderung durch die heimische Wirtschaft sowie durch verschiedene Organisationen. Besondere Worte des Dankes richtete Dieter Pöppe in dem Zusammenhang an die Volksbank in Seesen, die BLSK in Seesen, die Fels-Werke, das Fermacell-Werk, die Vorständekonferenz, das NFBz, das Team der Märchenstraße, die Öffentliche Sachversicherung sowie an Horst Mattheis. Ganz besonders dankte er aber auch Egon Grotelüschen, der sehr viele der verbauten Materialien selbst hergestellt habe sowie bei allen ehrenamtlichen Fachleuten, die in rund 450 Stunden ehrenamtlicher Arbeit das alles erst ermöglicht hätten.
Mit kleinen Geschenken wurden besonders ausgezeichnet (einige in Abwesenheit): Werner Fuchs, Egon Grotelüschen, Alwin Karges, Klaus Beermann, Dieter Katzorke, Klaus Börker, Dieter Bock, Hermann Müller, Werner Hachmeister, Heinz Oelhoff und Eckhardt Pöppe. Dank zollte er auch Rita Meier, Bärbel Karges, Loni Beermann, Christa Fuchs und Gisela Pöppe, die die fleißigen Helfer gelegentlich mit einer zünftigen Brotzeit verwöhnt haben.
Und dann schritten Dieter Pöppe und der zuständige Revierförster Norbert Ehrhard, ausgestattet jeweils mit einer riesigen Schere, zur Tat. Das vorher sorgsam an den beiden Handläufen angebrachte Flatterband wurde durchschnitten, und mit den Worten: „Wir übergeben diese Brücke und die Freizeitanlage der öffentlichen Nutzung“ erfolgte die offizielle Übergabe an die Allgemeinheit. Es versteht sich von selbst, dass sowohl Bürgermeister Erik Homann als auch Ortsbürgermeister Joachim Pedroß – Letzterer bezeichnete diesen Tag als einen der wichtigsten im laufenden Jahr für die Dorfbevölkerung – in ihren Grußworten die Gelegenheit nutzten, dem Heimatverein und allen, die zur Neugestaltung dieser wunderbaren Anlage beigetragen ha­ben, großes Lob und besondere Anerkennung auszusprechen.
Im Anschluss daran sorgten die Harmonika-Freunde für beste Unterhaltung und alle Gäste genossen bei Leckereien vom Grill, einer mit selbst gebackenem Kuchen ausgestatteten Kaffeetafel und entsprechenden Angeboten von der Theke diesen sommerlichen Tag im romantischen Pandelbachtal in vollen Zügen.