Frenetischer Beifall fürs Volkstümliche Blasorchester

Begeisterte: das Volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen. Fotos: Jung
 
Der große Saal des Hotels "Wilhelmsbad" war bis auf den letzten Platz besetzt.

Traditionelles Neujahrskonzert im ausverkauften „Wilhelmsbad“-Saal bescherte Ohrenschmaus

Seesen (bo). Ein Melodienreigen der unter die Haut ging und nicht nur das Ohr, sondern auch das Herz erreichte und fast drei stimmungsvolle Stunden, so gestaltete sich einmal mehr das Volkstümliche Blasorchester des MTV Bornhausen beim traditionellen Neujahrskonzert am vergangenen Sonnabend im großen Saal des „Hotels Wilhelmsbad“. Ausgesprochen beschwingt und heiter hatte das Orchester das bunt gemischte Programm den Zuhörern präsentiert und auch beschwingt und heiter und restlos zufrieden verließen dann auch die Gäste das mittlerweile 10. Jahreskonzert.
„Wir wollen Ihnen ein paar gemütliche Stunden bereiten“ versprach der Leiter des renommierten Blasorchesters , Hans Regenhardt, in seiner Begrüßung den Zuhörern, und die waren zahlreich erschienen. Die Eintrittskarten waren bereits wieder Wochen vor dem Konzert restlos vergriffen. Viele Anhänger des Volkstümlichen Orchesters konnten dadurch leider keine Karten mehr bekommen.
Dem Dirigenten, Ulli Finster, gebührt ein großes Kompliment, gelang es ihm doch erneut, die Akteure des Orchesters optimal zu motivieren und wieder ein musikalisches Programm zu servieren, das die Zuhörer ansprach. Das Publikum bedankte sich dafür mit reichlichem Beifall vom ersten bis zum letzten Titel.
Dass auch Otto Brodthage jun. als Moderator wieder auf der Bühne stand, versteht sich von selbst. Er verstand es, nicht nur Wissenswertes zu den einzelnen Titeln zu vermitteln, sondern hatte auch mit netten und humorvollen Anekdoten die Lacher auf seiner Seite.
Mit dem Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß eröffnete das Blasorchester den musikalischen Bilderbogen des Konzertabends und mit den bekannten Filmmusiken aus der Feder von Ennio Morricone unter dem Titel „Moment for Morricone“ wurde sofort ein erstes Musikhighlight gesetzt. Die Zuhörer konnten sich bei diesem Vortrag in die 1960er-Jahre, in die Zeit der Italowestern versetzt fühlen. Ob es die tschechische Polka „Beruska“, der bekannte Walzer „The second Waltz“ von dem bekannten russischen Komponisten Dimitri Shostakowitsch oder eine Sammlung 9 historischer Märsche unter der Bezeichnung „Fridericus Rex“ waren, das Orchester wusste mit diesen Titeln zu überzeugen. Auch das Musical-Medley „West Side Story“ mit den Melodien „Somewhere“, „America“, „I feel pretty“ und „Maria“ von Leonard Bernstein und das Medley „Flower Power Vol. 2“ mit Hits aus den 1960er-Jahren oder auch die schmissige Marschmusik zusammengefasst in dem Potpourri „Von Bayern nach Tirol“ gehörten zum breit gefächerten Programm des l. Teils. Mit dem „Boccacio-Marsch“ von Franz von Suppè ging es in die verdiente Pause.
Der Marsch „Schlagzeilen“ war dann der Auftakt zu einem überaus beschwingten 2. Teil. Schlagzeilen hatte das Volkstümliche Blasorchester im vergangenen Jahr viele gemacht, und so war der Erfolg bei den besuchten Oktoberfesten besonders groß. Deshalb hatte sich Ulli Finster mit der Auswahl der Musikstücke im 2. Teil des Programms vorgenommen, diese Stimmung auch in den Konzertsaal zu bringen. Das ist ihm vollauf gelungen. Das Medley
„Les Humphries in Concert“ mit seinen bekannten Hits der 1970er-Jahre „Mama Loo“, Kansas City“, „Mexico“ und „Old Man Moses“ oder die Schlager „Rut sin die Ruse“ und „Viva Colonia“ und das Stimmungsliederpotpourri „Schlag auf Schlag“ haben hierzu beigetragen. Mit allen Vorträgen hatte der Dirigent ins Schwarze getroffen und die Zuhörer zum Mitsingen und Mitschunkeln angeregt.
Auch der „Odenwald Walzer“ und der Dixieland Marsch „Tiger Rag“ wurden
von den Gästen begeistert aufgenommen.
Natürlich wurden die Akteure des Abends mit dem Schlussstück „Sousa Favoriten“, ein Potpourri des wohl bekanntesten Komponisten der amerikanischen Militärmusik, nicht ohne Zugaben von der Bühne gelassen. Mit den beiden Märschen „Alte Kameraden“ und “Radetzky Marsch“ wurde der Wunsch erfüllt.