Freude über Schulmöbel aus Seesen

Das Schulgebäude in Oppeln wird gerade umfassend saniert.

Tische und Stühle aus den Seesener Grundschulen nun in Klassenzimmern in Oberschlesien im Einsatz

Mit wertvoller Hilfe der Firma Blyss aus Seesen wurden Ende Juli ausrangierte Schulmöbel der Grundschulen aus Seesen und aus der Hauptschule Kaiserpfalz in Goslar nach Oppeln in Oberschlesien transportiert (der „Beobachter“ berichtete im Vorfeld). Bei den Schulmöbeln handelte es sich um nicht mehr benötigte Tische und Stühle.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Rudolf Götz hatte bei seinen vielfältigen Kontakten zu den Schulen der deutschen Minderheit in Polen erfahren, dass man bei der Neueinrichtung gern auf gebrauchte Schulmöbel zurückgreifen würde.
Mittlerweile sind die neuen Schulklassen ausgestattet und die Kinder arbeiten bereits. Durch diese Hilfe konnten mehrere Klassen ausgestattet und erhebliche Mittel vor Ort eingespart werden, die nun zum Beispiel für Unterrichtsmaterialien genutzt werden können.
Hintergrund für den Bedarf ist, dass durch den besonderen Schutz für die Minderheiten in Europa in Oberschlesien viele bilinguale Grundschulen (Deutsch und Polnisch) aufgebaut werden. In der Region rund um Oppeln leben etwa 200.000 der 300.000 Deutschen in Polen. Gerade durch Ansiedlungen deutscher Firmen in Polen, die sich sehr stark auf das frühere Oberschlesien konzentrieren, werden dort Fachkräfte mit Kenntnissen in Deutsch nachgefragt. Neben der Bewahrung der Kultur durch die Sprache ist es mittlerweile ein geflügeltes Wort: „Wer gut deutsch spricht, hat schon einen Beruf!“ Da an vielen Standorten bilingualen Schulen aufgebaut werden, wird sicherlich das Programm „Schulen für Oberschlesien“ fortgesetzt werden.
Die Schüler in Oppeln besuchen eine der schönen, alten Schulen aus der Zeit um 1900, in diesem Fall ein Jugendstilgebäude, das jetzt während des Schulbetriebes saniert wird. Da zeigt sich, dass auch in Polen vor dem Hintergrund zeitintensiver Ausschreibungen nicht immer die abgesprochenen Termine einzuhalten sind.