Freundschaftsfeier mit getrüffeltem Rührei

Club Seesen-Carpentras feierte den Jahrestag des Elysée-Vertrags

Seesen und Carpentras liegen auf der europäischen Landkarte rund 1.250 Kilometer voneinander entfernt und doch sind sich beide Städte so nah.


Im Januar eines jeden Jahres sind diese beiden Städte in Gedanken verbunden. Man feiert den Elysée-Vertrag. Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland.
Am 22. Januar 1963, 18 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde dieser Vertrag feierlich im Elysée- Palast zu Paris von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterzeichnet. Geprägt durch zwei verheerende Weltkriege mit Millionen Toten in Europa verständigten sich diese beiden großen europäischen Staatsmänner gemeinsam auf freundschaftliches Miteinander. Diese Freundschaft dauert nun schon lange 54 Jahre an. Ein Ende ist gottlob nicht in Sicht zum Wohle der beiden Völker.
Aus diesem Anlass findet auch in Seesen alljährlich eine Feier mit viel französischem Flair statt. Parallel dazu wird auch in Carpentras gefeiert. In Gedanken ist man verbunden.

Peter Bosse stellte den Gästen besondere französische Gesten vor und erläuterte diese

Am vergangenen Freitag war es wieder einmal so weit. Der 1. Vorsitzende, Friedrich Orend, begrüßte zu diesem festlichen Anlass 32 Freunde des Clubs. Peter Bosse, ein langjähriges Mitglied, stellte den Gästen besondere französische Gesten, die in Frankreich viel und sehr oft bei dem Gegenüber zur Anwendung kommen vor. Er erklärte sie und übersetzte sie ins Deutsche. Der Applaus dafür war ihm gewiss.
Auch Elisabeth Paetz- Kalich nimmt immer wieder gerne an dieser Feier teil. Sie wurde im Foyer des Städtischen Museums Seesen unter den dominierenden Farben Blau Weiß Rot und Schwarz Rot Gold herzlich begrüßt. Elisabeth Paetz-Kalich ist bekannterweise die Mutter des Sehusafestes das alljährlich in den Mauern der Harzstadt im September stattfindet. Der Club Carpentras ist dabei mit einem Stand vertreten, wo französische Köstlichkeiten angeboten werden.
Viermal im Jahr wird deutsch-französische Freundschaft in den Fokus der Städte gesetzt. Es war im Jahre 2002, als ein Freund Friedrich Orend ansprach, was er denn am 22. Januar machen würde. Er wusste nicht, was der Freund meinte. Beide kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass der 22. Januar ein Festtag werden sollte, dieser wurde in den folgenden Jahren zu einer schönen Tradition.
Der deutsch-französische Freundschaftsgedanke wird hier jedes Jahr aufs Neue in den Vordergrund gestellt. Aus ehemaligen Feinden wurden gute Freunde, bis heute anhaltend. Die Gäste und Freunde der französischen Esskultur ließen es sich am Abend bei Rührei mit Trüffeln, Pastetchen und einem Glas Champagner gut munden. Alles in allem wurde auch in diesem Jahr diese Feier wieder zu einem Erfolg, nicht zuletzt auch durch die Mitarbeit der vielen Helfer.