„Fröhliche Sechs“ waren am Müggelsee zu Gast

Die Seesener vor dem Rathaus Köpenick, mit der Figur „Hauptmann von Köpenick“ alias Schumacher Wilhelm Voigt, der die Stadtkasse am 16. Oktober 1906 beschlagnahmte.

12. Tour führte in die Bundeshauptstadt Berlin in den Stadtbezirk Treptow-Köpenick

Nachdem sich die Ehefrauen der „Fröhlichen Sechs“ schon seit einigen Jahren bereits zum Romméspielen trafen, kam der heutige Schatzmeister und Initiator dieser Gruppe, Günter Voß, im Jahr 1994 auf die Idee, dass sich die Männer doch auch regelmäßig treffen sollten. Erstmalig am 7. April 1994 wurde das Vorhaben dann auch in die Tat umgesetzt. Seit dieser Zeit trifft man sich regelmäßig einmal im Monat. Im Jahre 2000 ging man dann noch einen Schritt weiter; die damalige Sechsergruppe kam überein, einmal im Jahr eine Fahrt zu unternehmen.
Die erste Tour führte die „Fröhlichen Sechs“ über drei Tage nach Mecklenburg-Vorpommern, und zwar nach Röbel am Müritzsee. Ab dem Jahre 2002, diesmal wurde Dresden angesteuert, wurden dann jeweils viertägige Touren unternommen. Ein Jahr später war Bamberg an der Reihe, und im Jahre 2004 war Endkirch an der Mosel das Ziel. In den Jahren 2005 und 2006 wählte man Gernewitz bei Weimar/Jena beziehungsweise den Bayrischen Wald aus. 2007 ging es in den Schwarzwald nach Gengenbach, und ein Jahr später folgte Schwerin. 2009 war Rurberg in der Eifel und 2010 führte die Jubiläumsfahrt (10.) nach Lohr am Main. Im letzten Jahr war dann die Vogtländische Schweiz das Ziel. Jetzt statteten die „Fröhlichen Sechs“, Friedel Schünemann, Klaus Schünemann, Günter Voß sowie Claus Werner – leider können seit 2009 die beiden Senioren der Gruppe Robert Schinschke sowie Hartmut Wende krankheitsbedingt diese Reisen nicht mehr mit antreten – der Bundeshauptstadt Berlin einen Besuch ab. Für vier Tage waren die Harzstädter zu Gast im Berliner Südosten, im Stadtbezirk Treptow-Köpenick, und zwar im Ort Müggelheim. Direkt am Hotel führt der Europaradweg R1, der von Calais bis St. Petersburg auf 3.500 Kilometern verläuft, vorbei. Bereits am ersten Tag wurde eine Rundfahrt mit dem PKW um den Großen Müggelsee durchgeführt.
Am nächsten Tag war das Programm ebenfalls prall gefüllt. In der über 800-jährigen Altstadt Köpenick begegnete man in der Reise in die Vergangenheit dem weltberühmten „Hauptmann von Köpenick“, alias Schumacher Wilhelm Voigt, der im hiesigen Rathaus die Stadtkasse am 16. Oktober 1906 dort beschlagnahmte. In unmittelbarer Nähe liegt auch das derzeit im Umbau befindliche Stadion die „Alte Försterei“. Hier ist der 1. FC Union Berlin beheimatet.
Anschließend begann vom Schiffsanleger Köpenick eine mehrstündige Rundfahrt durch das größte zusammenhängende Gewässer Berlins. Mit dem im Jahre 1976 in Genthin erbauten Passagierschiff „Mark Brandenburg“ geht es zunächst in die Oder-Spree Wasserstraße und weiter in den größten See von Berlin (7,7 Quadratkilometer) dem Großen Müggelsee. Weiter führt die Fahrt über den Dämmeritzsee, Seddinsee sowie Langer See. Anschließend wird die zwei Kilometer lange Internationale bekannte Grünauer Regattastrecke angesteuert. Hier fanden im August 1936 die Ruderwettbewerbe anlässlich der XI. Olympischen Sommerspiele statt. Nach rund 53 Kilometer Schiffsfahrt war der Ausgangsort Köpenick wieder erreicht. Danach wurde noch der Flughafen Schönefeld besichtigt.
Am dritten Tag war eine klassische Tour – mehrstündige Stadtrundfahrt – angesagt, um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Schließlich sind bei einem Berlin-Besuch Kurfürsten Damm, KaDeWe, Potsdamer Platz, Checkpoint Charlie, Alexanderplatz, Brandenburger Tor, Hauptbahnhof sowie Siegessäule ein absolutes Muss.
Bevor es am letzten Tag wieder Richtung Heimat ging, wurden „Die Gärten der Welt“ – neun zusammenhängende Gärten – im Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf noch besichtigt. Am späten Sonntag­nachmittag erreichte man nach knapp 850 zurückgelegten Kilometern wieder die heimische Umgebung.