Für 21 junge Menschen begann ein neuer Lebensabschnitt

Der neue Krankenpflege-Schule-Kurs, die Ausbildung findet in Teilzeit statt. (Foto: bo)
 
Schulleiter Andreas Nowak.

Asklepios Kliniken Schildautal: Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in in Teilzeit hat begonnen

Nachdem der „Beobachter“ im Februar über das neue Ausbildungskonzept an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Asklepios Kliniken Schildautal berichtete, konnte nun der erste Kurs mit 21 Schülerinnen und Schülern begrüßt werden.

Seesen (bo). Die neuen Auszubildenden wurden vom Schulleiter Wolfgang Nowak begrüßt, und auch Geschäftsführer Stefan Menzel hieß die Neuankömmlinge willkommen. An der Begrüßungs- und Vorstellungsrunde nahmen neben den Dozenten der Schule auch die Personalleiterin Susanne Melchert sowie die stellvertretende Pflegedienstleitung, Martina Trübel, teil.
Der besondere Dank der Geschäftsführung ging an die Agentur für Arbeit in Seesen, Oliver Jahn, als deren Leiter, und Linda Nadine Oppermann, die mit ihrer Unterstützung dazu beigetragen haben, dass dieses Ausbildungsmodell in kurzer Zeit ins Leben gerufen werden konnte und der erste Kurs nach nur vier Monaten schon beginnen kann. Nach Gesprächen mit der Agentur für Arbeit scheiterte bisher eine Ausbildung immer an der Einschränkung bei den Bewerbern, die aufgrund persönlicher Lebensumstände nicht in der Lage waren, eine Ausbildung kontinuierlich über drei Jahre Vollzeit neben den Aufgaben in der Familie zu absolvieren. Mit der Teilzeitausbildung ist es nun auch diesen Bewerbern möglich, eine Ausbildung zu absolvieren. Es gibt Anzeichen für einen Bewerberrückgang von Schulabgängern an den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in der gesamten Bundesrepublik. Hinzu kommt, dass diese Ausbildung über drei Jahre einen sehr hohen Anspruch an die Auszubildenden stellt. Nach Auffassung der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Schildautal ist die Teilzeitausbildung der richtige Weg, zusätzliche Bewerber anzusprechen und eine Ausbildung zu ermöglichen. Bei den Bewerber/-innen hat sich in den Bewerbungsgesprächen gezeigt, dass eine hohe Motivation und Lernbereitschaft vorhanden ist. Die Bewerber/-innen bringen Lebenserfahrung und Organisationsfähigkeit mit in die Ausbildung. Viele haben Erfahrungen in anderen Berufen gesammelt, schon eine Familie gegründet und die Erziehung der Kinder übernommen.
Nach den inhaltlich einführenden Worten wurden die Schüler/-innen vom Schulleiter, auf das Kommende vorbereitet: 2100 Stunden Theorie, 2500 Stunden Praxis und viele spannende Erfahrungen: Das erwartet die Teilnehmer, die das erste Lehrjahr des neuen Ausbildungsangebots an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Seesen bilden. Das Besondere an dem dreijährigen Programm: Die Schülerinnen und Schüler befinden sich lediglich zu 75 Prozent in einem Beschäftigungsverhältnis. Ideale Voraussetzungen für zum Beispiel Mütter und Väter, die familiär und zeitlich eingebunden sind, aber trotzdem einen Beruf erlernen möchten.
Die praktischen Stunden werden natürlich in den Asklepios Kliniken Schildautal hier vor Ort, aber auch in verschiedenen anderen stationären Einrichtungen, wie beispielsweise Goslar, Hildesheim und Göttingen absolviert. Die Schüler erhalten außerdem Einblicke in ambulante Versorgungsstrukturen.
Alles in allem ein gelungener Einstieg in eine anspruchsvolle, spannende und aufregende Ausbildung.
Mit Abschluss der Ausbildung haben die Absolventen sehr gute Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt und die Klinik reagiert auf einen drohenden Fachkräftemangel.