Für 81 Schüler beginnt nun der Ernst des Lebens

 

Abschlussfeier der neunten und zehnten Klassen der Hauptschule Am Sonnenberg war buntes Spektakel

Am vergangenen Freitag war es für insgesamt 81 Schüler endlich soweit. Nach jahrelangem Drücken der Schulbank wurde 24 Hauptschülern der vier neunten Klassen und 57 Schüler der drei zehnten Klassen feierlich verabschiedet. In der Aula des Schulzentrums versammelten sich nach dem zweiten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft, Eltern, Verwandte, die Lehrerschaft und natürlich die Schüler um diesen wichtigen Moment im Leben der jungen Erwachsenen gemeinsam zu verleben.
Schulleiterin Marina Fellmann-Cordes begrüßte die Eltern, Verwandten und natürlich die Schüler nach einem Auftritt der Schulband. Cordes dankte in ihrer Rede vor allem den Eltern für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit während der vergangenen Jahre. Sie betonte in diesem Zusammenhang, dass nur, wenn Elternhaus und Schule erziehenden Unterricht als gemeinsame Sache betrachten, kann er auch von Erfölg gekrönt sein. Ihr Dank galt an anderer Stelle natürlich auch ihre Kollegen und Kolleginnen, die einen großen Anteil am guten Abschneiden der Schüler haben. Als Anerkennung für die geleistete Arbeit überreichte die Schulleiterin allen Klassenlehrern eine Rose. „Diese Rose symbolisiert eure Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, die schöne Blüte steht für den Abschluss und das positive Ergebnis, die Dornen weisen auf die Anstrengungen hin, die manchmal bewältigt werden musste“, so die Worte der Schulleiterin.
Über die Anstrengungen, die in den letzten Jahren bewältigt werden mussten berichtete auch Daniel Vollbrecht in seiner recht humoresken Rede. Vollbrecht eröffnete seine Rede mit den Worten: „Zunächst muss ich euch, trotz euer guten Leistungen, kritisieren.“ Unter Kritik verstand Vollbrecht jedoch vor allem die Aufzählung der besten Beleidigungen und Entschuldigungen, die ihm in den vergangenen Jahren begegnet sind.
Unter die Top drei hat es unter anderem folgende Beleidigung geschafft: „Mensch, Sie sind ja gar nicht so häßlich wie meine Schwester!“ Bei den Top drei der Ausreden ist vor allem eine Ausrede besonders aufgefallen: „Hallo, ich kann heute nicht zum Unterricht kommen, da ich mir gestern bei Arbeiten mit dem Hausmeister alle zehn Finger verstaucht habe und nicht schreiben kann. Meine Stärken liegen sowieso eher im mündlichen.“ Anmerkung des Redners: „Die Entschuldigung wurde per Sms übermittelt.“ Nach dieser äußerst amüsanten Rede, die einen interessanten Einblick in den Schulalltag bot, gab Bernhard Thy den Schülern noch viele brauchbare Ratschläge mit auf den Weg. Thy bestärkte die Absolventen darin, ihre Jugend nicht zu verschwenden und sich realistische und ehrgeizige Ziele zu setzen.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung berichtete Horst Bökemeier über die erreichten Abschlüsse und sprach allen Absolventen herzliche Glückwünsche aus. Für die Unterhaltung der Abschlussfeier sorgten neben der Schulband auch der Wahlpflichtkurs Musik der zehnten Klassen (WPK Musik).
Die Schüler bewiesen mit den musikalischen Darbietungen, dass sie neben der Ausbildung in Fächern wie Mathe, Physik, Deutsch oder Englisch auch eine Vielzahl an musischen Aktivitäten im Laufe ihrer Schulzeit wahrnehmen durften. Dies ist, vergleicht man die Abschlussfeier der Hauptschule Am Sonnenberg, mit anderen Schulabschlussfeiern, nicht selbstverständlich. Das musikalische Rahmenprogramm zeigt, dass sich die Schüler viele Gedanken über die Realisierung ihrer Absolventenfeier gemacht haben.
Nach der Ausgabe der Abschlusszeugnisse der neunten und zehnten Klassen rundeteein Auftritt eines Schüler-Lehrer Vokalensembles die überaus gelungene Absolventenfeier ab.