Für alle Fälle gerüstet

Baubetriebshofleiter Torsten Vollbrecht an seinem Arbeitsplatz...

Baubetriebshof ist vorbereitet, wenn der Winter jetzt kommen sollte

Noch hat der Winter 2013/2014 seinem Namen keinerlei Ehre gemacht. Das war und ist alles andere als Winterwetter. Zumindest bis jetzt.

Ein wenig kälter ist es in den vergangenen Tagen zwar geworden, aber selbst bei Temperaturen um 1 Grad Celsius gefriert nicht mal die kleinste Pfütze. Das könnte sich schlagartig ändern, wenn die Wetterfrösche recht behalten. Für den heutigen Dienstag ist erstmals Schnee angekündigt. Der Baubetriebshof ist in jedem Fall gerüstet, wenn es in den nächsten Wochen und Monaten schneien sollte und Eisglätte den Straßenverkehr gefährden.
Wie der Baubetriebshof-Leiter Torsten Vollbrecht gegenüber dem „Beobachter“ deutlich macht, hatte man bisher im Bereich Winterdienst verhältnismäßig wenig zu tun. Vom November bis Mitte Januar 2012/13 wurden insgesamt 29 Einsätze gefahren und 1.200 Stunden Winterdienst geleistet. Im gleichen Zeitraum in diesem Winter waren es gerade einmal 182 Stunden und fünf Einsätze.
Dementsprechend ist auch das Salzlager noch nahezu unberührt. Bei der Straßenmeisterei Seesen, von der auch der Baubetriebshof das Salz abnimmt, liegen derzeit noch rund 700 Tonnen, die darauf warten, auf die Straße gebracht zu werden. „Bei normaler Winter-Witterung streuen wir fünf bis acht Gramm pro Quadratmeter“, berichtet Torsten Vollbrecht. Bei akuter Glätte kann die Menge auf bis zu 30 Gramm pro Quadratmeter erhöht werden.
Wenn es schneit und stürmt, kommt der ganze Fuhrpark zum Einsatz. Er besteht aus einem Lkw, drei Unimogs, einem Multicar und drei Kleinschleppern. Insgesamt sind 25 Mitarbeiter beim Baubetriebshof beschäftigt, von denen einige als sogenannte Handkolonne dafür zuständig sind, die Fußgängerwege vom Eis zu befreien. Dafür wird kein reines Salz verwendet, sonder ein Gemisch, das zu neun Teilen Splitt enthält und einen Anteil Salz. Der Winter kann also getrost kommen, die Mannen vom Baubetriebshof sind gerüstet.
Insgesamt zeigt sich Torsten Vollbrecht zufrieden, dass es in diesem Winter noch nicht zu dauerhaften Schneefällen gekommen ist. So konnten Arbeiten erledigt werden, die schon lange anstanden, aber immer wieder in der Prioritätenliste nach hinten gerückt sind. Beispielsweise Baumfällarbeiten.
Wie viele Seesener bemerkt haben dürften, sind zahlreiche Bäume – beispielsweise im Verlauf des Kurparks gefällt worden. „Vor allem, weil von ihnen eine Gefahr ausging“, wie Torsten Vollbrecht betont.