Für den Planungsprozess Transparenz zugesagt

380-kV-Leitung: Arbeitskreis Höchstspannung erörterte weiteres Vorgehen im Planfeststellungsverfahren

Seesen / Harriehausen (bo). In der vergangenen Woche trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Höchstspannung erstmals unter der Leitung des Wolfenbütteler Landrats Röhmann in Traupes Tenne in Harriehausen, um das weitere Vorgehen im Planfeststellungsverfahren der 380.000-Volt-Trasse Wahle-Mecklar zu erörtern.
Zunächst hatten die Vertreter der Firma Tennet das weitere Verfahren und die zeitliche Planung vorgestellt. Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens startet für den Vorhabensträger nunmehr die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens. Diese soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, so dass Anfang 2013 die Planungsunterlagen bei der zuständigen Behörde, der Landesstraßenbaubehörde in Hannover, eingereicht werden können.
Die Trasse soll von Seiten Tennet in drei Planungsabschnitte zwischen Wahle/Lamspringe/Hardegsen und der Landesgrenze eingeteilt werden. H. Strecker, von Tennet für den Bürgerdialog zuständig, hat für den Planungsprozess volle Transparenz zugesagt. Es wird der Vorschlag der Bürgerinitiativen für regionale Arbeitskreise umgesetzt werden. Ab April sollen dann die Akteure vor Ort die Gelegenheit bekommen den Trassenverlauf gemeinsam mit den Projektleitern zu optimieren. Dazu werden in Niedersachsen vier runde Tische auf Kreisebene gebildet. Der bisherige AK-Höchstspannung soll als übergeordnetes Gremium zur Lösung genereller Fragen bestehen bleiben.
Im Vorfeld wurde von Tennet mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden Termine für Gespräche vereinbart. Form und Inhalt der Einladungen hatten zu Irritationen geführt. Es wurde jedoch klar gestellt, dass es sich um reine Planungsgespräche handeln soll und es den Bürgermeistern freisteht auch Vertreter der örtlichen BI`en dazu einzuladen.
Einig war man sich in dem Kreis, dass es gilt gegen die geplante zeichnerische Darstellung des Trassenverlaufes im Landesraumordnungsprogramm anzugehen, da damit spätere Änderungen nur noch schwer durchsetzbar wären.
Leider muss man aus Sicht der Bürgerinitiaven feststellen, dass es momentan nur noch um das wie einer Freileitung geht und die HGÜ-Erdkabelvariante unter den derzeitigen politischen Rahmenbedingungen nicht zur Diskussion steht. Ein letztes Fünkchen Hoffnung besteht nur noch mit Blick auf die Wahltermine in 2013.
Nähere Infos zu den Trassenplanungen und zum Planungsstand sind auf der von Tennet eingerichteten Homepage www.wahle-mecklar.de zu finden.