„Für mich bedeutet Rollator Freiheit“

Film-AG der Oberschule Seesen: Fünftklässler erarbeiteten zusammen mit Heike Langemann (hier: Mitte) einen Kurzfilm über den Alltag eines Rollator-Gängers. (Foto: Krüger)

Bei „Roll-Mobil“ über Handhabung der Gehhilfe informiert / Film-Projekt der Seesener Oberschule

Rund um den Rollator informierten sich Rollator-Nutzer sowie Interessierte bei der Veranstaltung „Roll-Mobil“ im Bürgersaal.

Veranstalter waren hier das Lokale Bündnis für Familie Seesen unter anderem in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Seesen-Langelsheim-Lutter sowie dem Sanitätshaus Sturm, das einen kostenlosen technischen Service zur Verfügung gestellt hat. Zu Anfang begrüßten Sabine Stahl von der Diakonie im Braunschweigischen Land sowie Roswitha Kiel vom AWO-Zentrum für Erziehungs- und Familienberatung und Christiane Berndt vom Paritätischen Seesen die zahlreich erschienenen Gäste.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Film-Projekt der Oberschule Seesen in Kooperation mit der langjährigen Rollator-Nutzerin Heike Langemann. In ihrem Kurzfilm mit dem Titel „Pimp my Rollator – Eine Seniorin als Heldin des Alltags“ gingen sie auf das alltägliche Leben eines Rollator-Nutzers ein.
Dabei zeigte der Film auch Schwierigkeiten auf, für die die Schüler zugleich Lösungsvorschläge gesucht haben. Im Rahmen ihres Projekts brachten sie selbstgestaltete Rollatoren mit zur Veranstaltung, an die unter anderem Regenschirme, bunte Bänder, bequeme Sitzkissen, Körbe und Reflektoren angebracht waren. Bei „Roll-Mobil“ machte Heike Langemann mit den Worten „Für mich bedeutet Rollator Freiheit“ darauf aufmerksam, dass die Eitelkeit abgelegt werden müsse. Es solle gezeigt werden, dass die Gehhilfe wirklich benötigt werde und sie den Alltag deutlich erleichtern könne. „Bei Schwierigkeiten kann man auch einfach nach Hilfe fragen“, gab sie anderen Nutzern noch mit auf den Weg.
Im weiteren Verlauf referierte Michael Bahr als Vertreter von der Verkehrswacht Braunschweig zum Thema „Rollator“. Hauptberuflich ist er als Sachbearbeiter für Prävention sowie als Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeiinspektion Braunschweig tätig. Bevor er begann, hat er noch schnell sein Lob an die jungen Schüler der Oberschule für den gelungenen Kurzfilm ausgesprochen, den er jetzt in die Kampagne der Polizeiinspektion und Verkehrswacht Braunschweig aufnehmen will. Er war begeistert, dass sich auch Jung mit dem Thema aktiv auseinander gesetzt hat und sogar zur Veranstaltung erschienen ist.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 2. Mai 2016